Dachpappe verlegen holz

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    Dachpappe nageln – Wir zeigen wie!

    Wenn Sie Ihr Dach mit Dachpappe auslegen möchten, müssen Sie keinen Handwerker bestellen. Auch unerfahrene Hobby-Heimwerker können das Vernageln der Dachpappe ganz einfach selbst vornehmen. Dafür benötigen Sie lediglich ein wenig handwerkliches Geschick, das passende Zubehör und den heutigen Ratgeber, der Ihnen viele wertvolle Tipps rund um dieses Thema bereitstellt.

    Dachpappe – Was ist das überhaupt?

    Der Begriff „Dachpappe“ bezeichnet Papierbahnen, die in Bitumen getränkt sind. Früher kam statt Bitumen Teer zum Einsatz, aus gesundheitlichen und umwelttechnischen Gründen ist das heute aber nicht mehr erlaubt. Bis heute ist die Dachpappe eine sehr beliebte Variante, um Dächer zu decken, denn sie bietet sich für nahezu jede Dachfläche an:

    Sie kann sowohl auf einem schrägen Dach als auch auf einem Flachdach eingesetzt werden. Bei Letzterem besteht jedoch das Problem, dass stehendes Wasser nicht abfließen kann, weshalb eine spezielle Technik beim Verlegen notwendig ist.

    Vernageln oder Verkleben?

    Normalerweise wird Dachpappe durch Nägel befestigt. Das ist die schnellste Variante, denn die Dachpappe kann so ganz einfach Stück für Stück verlegt werden. Bei schrägen Dächern reicht das auch vollkommen aus, um das Dach vor Regen oder schmelzendem Schnee zu schützen. Bei Flachdächern hingegen wird die Pappe verklebt, um einen besseren Schutz vor Staunässe zu gewährleisten.

    Vorbereitung

    Unabhängig davon, ob Sie die Dachpappe nageln oder kleben, müssen Sie zunächst ein paar Vorbereitungen treffen. Messen Sie zuerst die Dachfläche genau nach, um die notwendige Menge an Dachpappe zu bestimmen. Sie finden im Handel häufig Dachpappe auf der Rolle mit einer durchschnittlichen Breite von einem Meter. Die Länge beträgt meist zehn Meter. Mit diesen Maßen im Hinterkopf können Sie den Materialbedarf gut ausrechnen.

    Planen Sie einen eventuellen Verschnitt mit ein, der zum Beispiel durch den Schornstein, das Fenster und Gauben entstehen kann. Außerdem müssen Sie bei Sattel- und Schrägdächern an die Überlappung denken.

    Anschließend kann die Vorbereitung der Dachfläche beginnen. Entfernen Sie vorstehende Teile, welche die Dachpappe beschädigen könnten. Überprüfen Sie, ob durch das Holz Verletzungen der Pappe möglich sind. Bevor Sie mit dem Verlegen beginnen können, sollten Sie den Untergrund abfegen, damit er besenrein ist. Darüber hinaus muss er trocken sein. Wenn die Feuchtigkeit in Elemente des Unterbaus eingezogen ist, dann müssen sie repariert oder ausgetauscht werden. Dasselbe gilt auch, wenn schadhafte Stellen vorhanden sind.

    Das wird benötigt

    Bevor Sie mit dem Heimwerken beginnen und an die Arbeit gehen, sollten Sie sich einige Materialien und die notwendigen Werkzeuge im Baumarkt kaufen.

    Spezielle Dachpappennägel sind normalen Nägeln vorzuziehen. Sie sorgen dafür, dass die Nagellöcher nicht ausreißen, weil sie breitere Köpfe haben. Mit dem Tacker können Sie die einzelnen Bahnen vor dem Nageln befestigen und so ein professionelles Ergebnis erzielen. Beim Einschlagen der Nägel benötigen Sie außerdem viel Fingerspitzengefühl.

    Dachpappe nageln – Anleitung

    Nun, da Sie die entsprechenden Vorbereitungen getroffen und das notwendige Material besorgt haben, können die Verlege-Arbeiten beginnen.

    Denken Sie bei allen Dacharbeiten immer an die Sicherheit. Überlassen Sie die Arbeit Profis, wenn das Dach sehr hoch gelegen ist oder Sie nicht schwindelfrei sind. Sichern Sie sich gegebenenfalls ab, um gefährliche Stürze zu vermeiden!

    Gehen Sie am besten Schritt für Schritt nach der folgenden Anleitung vor.

    Die Dachpappe muss waagerecht, also von links nach rechts verlegt werden. Beginnen Sie an der tiefsten Stelle des Dachs. An der Unterkante wird die erste Bahn so ausgerollt, dass sie am unteren Dachende zehn Zentimeter übersteht. Lassen Sie auch am Ende der Bahn etwa zehn Zentimeter überstehen und schneiden Sie die Pappe dann mit einem scharfen Messer ab. Der Überstand wird umgeknickt und mit den Pappnägeln befestigt.

    Im zweiten Schritt nageln Sie die komplette Bahn im Abstand von etwa fünf bis zehn Zentimetern fest. Danach knicken Sie wieder den Überstand am anderen Ende um und befestigen Ihn mit den Nägeln.

    Nun legen Sie die zweite Bahn so an, dass Sie ungefähr zehn Zentimeter über die erste Bahn hinausragt. Diese Überlappung dient zum Abdichten des Dachs. Achten Sie bei allen Bahnen darauf, dass sie jeweils am Anfang und am Ende einen Überstand von zehn Zentimetern haben. Vernageln Sie nun die beiden Bahnen entlang der Überlappung und verfahren Sie dabei genauso wie bei der ersten Bahn. Wiederholen Sie diese Schritte solange, bis auf der kompletten Dachfläche eine Schicht Dachpappe ausgelegt ist.

    Schritt 4 (optional)

    Nun kann optional noch die zweite Schicht verlegt werden. Dies ist insbesondere auf Flachdächern unverzichtbar. Hierfür ist es immer ratsam, einen Helfer zur Unterstützung zu haben. Schneiden Sie die Dachpappe auf die gewünschte Länge zu und rollen Sie sie zu kleineren Rollen auf.

    Schritt 5 (optional)

    Der Helfer erwärmt die unterste Bahn mit dem Gasbrenner auf der kompletten Länge. Sie können währenddessen bereits die erste Bahn der nächsten Schicht auf die warme Pappe legen und vorsichtig ausrollen.

    Gehen Sie dabei mit absoluter Genauigkeit vor, denn die neue Lage verklebt sofort mit der erwärmten Schicht und kann später nicht mehr ausgerichtet werden.

    Treten Sie die zweite Schicht anschließend gut fest. Wiederholen Sie die Punkte 4 und 5, bis die zweite Lage das komplette Dach bedeckt.

    Zusammenfassung

    Dachpappe ist eine einfache und preiswerte Variante, um das Dach schnell und effektiv abzudichten. Sie eignet sich sowohl für Schräg- als auch für Flachdächer und lässt sich einfach verlegen. Am schnellsten geht es, indem die einzelnen Bahnen vernagelt werden. Dafür geht man immer waagerecht vor und beginnt mit der ersten Bahn am tiefsten Punkt des Daches. Nachdem die erste Bahn festgenagelt wurde, kann die zweite ausgerollt werden, welche mit einer Überlappung von mindestens zehn Zentimetern befestigt werden sollte.

    Artikelbild: © Glen Jones / Shutterstock

    2 Kommentare

    1. Peter 12.12.2016 13:59 Uhr

    Vielen Dank für diese Anleitung. Das werde ich für meinen geplanten Schuppen definitiv so umsetzten. Für das Hausdach muss doch erstmal noch der Dachdecker ran 😉

    Dachpappe und Bitumenschweißbahn selber verlegen

    Wenn es um das Eindecken kleinerer Schuppen oder Garagendächer geht, wird selten der Dachdecker gerufen. Damit Sie es aber auch ohne fachliche Anleitung wirklich richtig machen und Fehler vermeiden, haben wir hier eine ausführliche DIY-Anleitung für Sie zur Verfügung gestellt.

    Dächer sollen vor allem eins: dicht sein. Damit das auch wirklich sicher gewährleistet ist, muss eine Eindeckung mit Dachpappe und/oder mit Bitumenschweißbahnen vor allem fachgerecht erfolgen. Dabei gibt es zahlreiche Dinge, die man beachten muss, und Vorgehensweisen, die sich in der Dachdeckerpraxis bewährt haben.

    Bei kleineren Dächern kann man die Eindeckung durchaus selbst vornehmen, wenn man über etwas Geschick verfügt, und sorgfältig arbeitet. An größere oder komplizierte Dächer (Gauben, komplizierte Dachverläufe, schwierige Abdichtungen) sollte man dagegen nur den Dachdecker lassen. Hier bekommt man ohne Fachkenntnis in der Regel keine hundertprozentig dichte und dauerhafte Abdeckung hin.

    Einsatzgebiete

    Dachpappe und Bitumenbahnen gehören zu den Klassikern bei der Eindeckung von kleineren Dächern für Schuppen und Gartenhäusern, aber auch vor allem bei der Abdichtung von Flachdächern. (Schrägdächer werden gedeckt, Flachdächer dagegen abgedichtet).

    Sie werden auch heute von Dachdeckerbetrieben noch immer bevorzugt verwendet, Alternativen wie EPDM-Folien konnten sich bisher nicht durchsetzen, auch wenn sie eine dauerhafte und nicht mehr zu erneuernde Dachabdichtung versprechen. In der Praxis wird heute immer noch mit Dachpappe und Bitumenschweißbahnen gedeckt beziehungsweise abgedichtet.

    Für einfache Abdichtungen genügt eine doppelte Lage Dachpappe. Wird als Oberlage besandete Dachpappe verwendet, ist die Dachabdichtung schon durchaus widerstandsfähig und hält einige Jahre. Der Einsatz von Schweißgeräten entfällt dabei, das Aufbringen von Dachpappe ist auch für Ungeübte relativ einfach.

    Bitumenschweißbahnen sorgen dagegen für eine bessere und wirksamere Abdichtung des Daches, sind aber auch schwieriger aufzubringen. Eine Deckschicht mit Dachpappe und darüber eine verschweißte Bitumenbahn gilt zwar in Fachkreisen als eigentlich nicht mehr ganz zeitgemäß, wird in der Praxis aber dennoch häufig so gemacht. Diese Art der kombinierten Abdichtung hat sich auch über Jahrzehnte bestens bewährt.

    Jede Eindeckung und Abdichtung mit Dachpappen oder Bitumenbahnen sollte jährlich überprüft und gegebenenfalls erneuert werden.

    Sicherheitsmaßnahmen

    Arbeiten auf dem Dach

    Bei allen Arbeiten auf dem Dach gelten grundsätzliche Sicherheitsmaßnahmen, die man in jedem Fall unbedingt beachten sollte:

    • aufs Dach darf nur, wer schwindelfrei, ausgeruht und völlig gesund ist
    • bei allen Arbeiten auf dem Dach ist man verpflichtet, sich soweit als möglich gegen Abstürze abzusichern (egal wie hoch das Dach ist)
    • rund um die Dachfläche dürfen keine Gegenstände gelagert werden, an denen man sich beim Absturz schwere Verletzungen zuziehen könnte (Werzeugkisten, oder ähnliches) daran wird häufig nicht gedacht
    • bei Arbeiten auf Dächern ist grundsätzlich festes und rutschsicheres Schuhwerk zu tragen

    Arbeiten mit Schweißgeräten

    Wird mit Bitumenschweißbahnen, und damit auch mit Schweißgeräten auf dem Dach gearbeitet, kommen noch einige weitere, unverzichtbare Sicherheitsmaßnahmen dazu:

    • es ist unbedingt langärmelige Kleidung und sehr festes Schuhwerk zu tragen (Bitumenspritzer können schwere und sehr schmerzhafte Verletzungen verursachen), außerdem sollte die Kleidung möglichst nicht brennbar sein
    • beim Umgang mit dem Schweißgerät ist unbedingt die Bedienungsanleitung einzuhalten und äußerste Vorsicht geboten
    • es sind unbedingt geeignete Handschuhe zu tragen (wärmebeständig und aus Leder)
    • auf dem Dach müssen immer geeignete Löschmittel bereitstehen
    • Arbeiten mit Bitumenbahnen sollte man grundsätzlich mit einem Helfer und nicht allein ausführen

    Diese Sicherheitsmaßnahmen sind grundlegend und alternativlos. Jedes Nichteinhalten kann nach einem Unfall zu Problemen führen und als Fahrlässigkeit ausgelegt werden.

    Dachpappen sind heute besonders widerstandsfähig, haltbar und umweltschonend. Die früher verwendeten „Teerpappen“, die nicht Bitumen sondern krebserregenden Teer enthielten, gibt es heute nicht mehr.

    Dachpappe ist grundsätzlich nicht völlig wasserdicht (im Gegensatz zu Bitumenschweißbahnen), kann aber häufig einen ausreichenden Wetterschutz bieten, je nach Beschaffenheit der darunter liegenden Dachhaut.

    Das bringt Unterschiede in der UV-Festigkeit mit sich. Beschichtete Dachpappen liegen bei Mehrschichtvernagelung ausschließlich oben, während unbeschichtete Dachpappen darunter eingesetzt werden. Beratung über die geeignete Dachpappe erhält man im Fachhandel. In der Regel ist Dachpappe R333 heute fast nirgends mehr ausreichend, empfehlenswert ist in jedem Fall der Einsatz von Dachpappe V13 oder höherwertig.

    Dachpappe richtig anbringen

    Schritt 1: Bedarf ermitteln und Dach vorbereiten

    Den Bedarf kann man einfach anhand der Quadratmeterzahl der Dachfläche ermitteln. Dabei muss man aber die Überlappung von rund 10 cm pro Bahn mit berücksichtigt werden. Da Dachpappenrollen in der Regel 1 m x 10 m messen, ist die Bedarfsberechnung recht einfach.

    Schritt 2: Die erste Bahn verlegen

    Schritt 3: Weitere Bahnen verlegen

    Bahn auf die benötigte Länge zuschneiden und mit 10 cm Versatz über die jeweils vorhergehende Bahn legen. Am oberen Ende den Überstand umknicken, und mit einem scharfen Messer auf 10 cm Länge abschneiden.

    Schritt 4: Verlegung der zweiten Schicht

    Eine zweite Schicht kann nun ebenso wie die erste Schicht (allerdings mit Versatz) verlegt werden. Alternativ kann für diese zweite Schicht auch eine Bitumenschweißbahn verlängert werden.

    Wichtige Hinweise zum Verlegen

    Selbstklebende Dachpappe kann eine Arbeitserleichterung darstellen, zieht in der Regel aber auch später deutlich häufigere Ausbesserungsarbeiten nach sich. Am optimalsten ist das Vernageln mit speziellen Dachpappennägeln. Die Dachpappennägel müssen immer bündig mit der Dachpappe abschließen, damit darunter kein Wasser eindringen kann. Auf eine ausreichende Befestigung mit ausreichend vielen Nägeln ist zu achten.

    Das Verkleben der Dachpappe an den Stößen ist schwierig, und erfordert Geschick. Vom Verkleben der Überlappungsstellen sollte man lieber absehen und stattdessen eine Bitumenschweißbahn als zweite Lage einsetzen.

    Bitumenschweißbahnen

    Bitumenschweißbahnen sondern, wenn sie erwärmt werden, Bitumen ab, das danach wieder erkaltet und eine wasserdichte, haltbare Verklebung bildet.

    Die Arten und Ausführungen im Handel sind äußerst vielfältig, einige besondere Bitumenschweißbahnen kann man bei der Auswahl aber fast immer außer Acht lassen:

    • Bitumenschweißbahnen mit Kupfereinlagen dienen lediglich als Durchwurzelungsschutz bei einer Dachbegrünung, da Wurzeln mit dieser Einlage die Bitumenbahn dann nicht durchdringen können
    • Bitumenschweißbahnen mit einer Aluminiumeinlage werden in der Regel nur dann eingesetzt, wenn die Bitumendachbahn gleichzeitig auch als Dampfsperre fungieren soll
    • Sogenannte Hochwertbahnen, mit besonders hochwertigen Eigenschaften sind in der Regel für einfache Dachabdichtungen überflüssig

    Grundlegende Auswahl

    Im Normalfall werden PB-Bahnen (Polymerbitumen, Zusatz von Kunststoffen zum Bitumen) verwendet. Elastomerbahnen (EB) sind empfindlicher und haben eine geringere Wärmestandsfähigkeit, weshalb sie in der technischen Praxis meist einen zusätzlichen Abstrahlschutz benötigen. Auch das Verlegen dieser elastischen Bahnen ist äußerst schwierig und als Laie kaum hinzubekommen.

    PB-(oder PYB)-Bahnen sind daher die geeignetste Auswahl für das Selbstverlegen. Für den Einsatz auf kleineren Dächern ist, die oft recht günstige V 60 S4 Bahn in beschieferter Variante als Oberlage fast immer ausreichend geeignet. Talkumierte Varianten sind etwas empfindlicher, nehmen Fußabdrücke an und sind problematisch, wenn sie zu hoch erhitzt werden. Besser also die beschieferte Variante verwenden.

    Gasbrenner

    Damit eine Bitumenschweißbahn dicht verklebt werden kann, muss ihre Unterseite mit einem speziellen Gasbrenner erwärmt werden. In der Regel reicht ein einfacher Aufschweißbrenner mit etwa 15 – 20 kW Leistung, Standardbrenner haben allerdings schon etwa die doppelte bis vierfache Leistung.

    Die Anschaffung dieser Geräte ist äußerst teuer, man kann sie aber in vielen Baumärkten für die Arbeiten auch leihen. Dabei muss man aber immer darauf achten, dass die Geräte in einwandfreiem Zustand sind, und alle Anschlüsse völlig dicht sind. Außerdem sollte man eine grundlegende Einweisung in den Umgang mit dem Brenner erhalten.

    Gefahren beim Einsatz des Gasbrenners

    WICHTIG: Bei erhitztem Bitumen auf keinen Fall Löschversuche mit Wasser unternehmen!

    Richtiges Verlegen der Bitumenbahnen

    Schritt 1: Untere Schicht herstellen

    Stellen Sie also eine einlagige Dachpappenschicht als Unterlage her. Wie das geht, können Sie der Anleitung oben entnehmen.

    Schritt 2: Ausrollen und Ausrichten der Bitumenschweißbahn

    Die Bitumenschweißbahn-Rolle muss zunächst samt dem Brenner, der Gasflasche und den Löschmitteln aufs Dach. Dafür werden Sie in der Regel einen Helfer benötigen, denn bereits 5 Meter Bitumenschweißbahnen sind derart schwer, dass Sie sie wahrscheinlich kaum allein aufs Dach bekommen werden.

    Die Bahn wird zunächst etwa 2 Meter ausgerollt, und perfekt ausgerichtet. Man beginnt, wie bei der Dachpappe, auch hier am unteren Ende des Daches. Beachten Sie, dass nach dem Festkleben die Bahn nicht mehr korrigiert werden kann – ein perfektes Ausrichten ist also unerlässlich.

    Schritt 3: Festkleben der ersten Bahn

    Die ausgerichtete Bahn wird nun vorsichtig wieder aufgerollt (bis etwa einen halben Meter oder Meter). Danach wird mit dem Brenner vorsichtig (!) die Unterschicht der Bahn erwärmt, bis das Bitumen flüssig wird und eine zähflüssige Konsistenz erreicht.

    Die richtige Temperatur ist hier entscheidend: zu wenig erwärmte Bahnen kleben nicht dicht, zu hohes Erwärmen (Bitumen ist sehr flüssig) kann zur Zerstörung der Bahn führen, zudem können bei unsachgemäßem Erhitzen sogar Schwelbrände entstehen.

    Die erwärmte Unterseite wird nun mit dem Fuß langsam abgerollt und vorsichtig (!) festgetreten. Dabei müssen Sie darauf achten, die Oberfläche der Bahn möglichst nicht zu beschädigen. Es wird immer nur ein kleines Stück erwärmt und festgetreten, damit die Bitumenschweißbahn überall sicher und ausreichend klebt.

    Achten Sie darauf, die Ausrichtung der Bahn nicht zu verändern, da Sie sie später nicht mehr korrigieren können.

    Schritt 4: Verkleben der weiteren Bahnen

    Schritt 5: Dachabschluss herstellen

    Alternativ ist auch das Aufschrauben von passenden Dachleisten eine Möglichkeit, allerdings keine so gute. Für die Praxis ist es aber häufig auch ausreichend.

    Der Dachabschluss muss ebenfalls sauber abgedichtet werden. Dazu können Sie verschiedene Dichtmittel verwenden. Auch Bitumendickbeschichtungen sind möglich, daneben gibt es auch noch andere Dichtmittel im Handel.

    Die Abdichtung mit Heißbitumen ist eher etwas für Fachleute, und erfordert Erfahrung und Geschick. In der Regel kommen Sie auch mit einfachen Dichtverfahren aus.

    Schritt 6: Zusätzliche Abdichtungen

    In der Praxis ist all das aber selten wirklich notwendig. Regelmäßige Kontrollen und gelegentliche Ausbesserungsarbeiten sind bei mit Schweißbahnen abgedichteten Dächern ohnehin notwendig, und können auch durch Beschichtungen nicht vermieden werden.

    Worauf Sie allerdings achten müssen, ist eine korrekte und wirksame Abdichtung aller Anschlüsse auf dem Dach und aller Dachdurchdringungen. Auch der Regenwasserabfluss bei Flachdächern muss ausreichend abgedichtet werden, Das kann je nach Art der Ausführung recht knifflig sein, eine wirklich saubere und wirksame Abdichtung hinzubekommen. Holen Sie hier am besten den Rat eines Dachdeckers ein, wie Sie den Regenwasserabfluss in Ihrem Fall am besten abdichten. In der Praxis ist eine ungenügende Abdichtung in diesem Bereich eine der häufigsten Ursachen für Wasserschäden am Dach – seien Sie hier also umsichtig.

    Kontrolle und Erneuerung

    Keine Dachabdichtung hält ewig. Sie sollten deshalb Ihr Dach mindestens einmal jährlich auf Beschädigungen kontrollieren, bei festgestellten Undichtigkeiten sollten Sie sofort handeln. Kleine Schäden können Sie mit Bitumendickbeschichtungen ausbessern, bei größeren oder unklaren Beschädigungen (kein direkter Schaden sichtbar) ist allerdings eine komplette Erneuerung der Dacheindeckung oder -abdichtung ratsam.

    Neue Beschichtungen können einige Male auf alte Beschichtungen gelegt werden, danach muss allerdings die gesamte Abdichtung entfernt und neu aufgebracht werden (Brandgefahr durch Selbstentzündung). Fragen Sie bei allen Dacharbeiten im Zweifelsfall immer Ihren Dachdecker um Rat – sein geübtes Auge und seine Erfahrung hilft Ihnen, Schäden zu vermeiden.

    • immer geeignete Dachpappen und Bitumenschweißbahnen verwenden
    • erforderliche Sicherheitsmaßnahmen unbedingt einhalten
    • Dachpappe am besten vernageln
    • auf ausreichende Überlappung der Bahnen achten
    • richtigen Umgang mit dem Gasbrenner achten
    • Helfer zuziehen
    • auf korrekte Ausrichtung der Bitumenschweißbahn achten
    • Dächer regelmäßig kontrollieren
    • Schäden sofort beheben, oder Eindeckung (Abdichtung) erneuern

    Dachpappe verlegen mit diesen Tipps

    Bei Dachpappe, die auch als Bitumen-Dachbahn bezeichnet wird, handelt es sich um eine Pappe, die mit Bitumen getränkt ist. Zudem sind vielfach grobkörniger Sand, feiner Kies oder Schiefersplitter in die Dachpappe eingewalzt, was die Abriebfestigkeit und die UV-Resistenz erhöht. Dachpappe wird in erster Linie als zweite Dachhaut unter Dachziegeln verlegt. Daneben ist Dachpappe aber auch als Dacheindeckung für eher einfache Holzdächer von beispielsweise Gartenhäuschen, Geräteschuppen und anderen Bauwerken im Außenbereich beliebt. Ein Grund hierfür ist, dass Dachpappe einen recht zuverlässigen Schutz vor Witterungseinflüssen bietet, ohne dass aufwändige Konstruktionen notwendig sind. Zudem ist ein Pappdach verhältnismäßig kostengünstig und lässt sich auch von einem weniger erfahrenen Heimwerker recht schnell und einfach realisieren.

    Dachpappe verlegen – mit diesen Tipps kein Problem

    Möchte der Heimwerker Dachpappe verlegen, gilt es zunächst einmal zu entscheiden, ob eine einfache Deckung ausreicht oder ob eine doppelte Deckung erforderlich ist. Bei kleinen Dachflächen, beispielsweise dem Dach einer Gartenlaube oder eines kleinen Geräteschuppens im Garten, genügt meist eine einfache Deckung, bei größeren Dachflächen hingegen ist eine doppelte Deckung die bessere Wahl. Die Vorgehensweise beim Verlegen von Dachpappe gestaltet sich dabei wie folgt:

    Dachpappe in einfacher Deckung verlegen

    Bei dieser Verlegemethode wird die erste Bahn so an der tiefsten Stelle des Daches ausgerollt, dass die Bahn etwa 10cm über die Seiten und die Unterkante der Dachfläche übersteht. Dadurch ist sichergestellt, dass Wasser abtropfen kann, ohne die Wände oder die Randbretter der Dachkonstruktion zu durchnässen. Gleichzeitig ist der Überstand nicht groß genug, um beispielsweise einem Sturm eine Angriffsfläche zu bieten. Die ausgerollte Bahn wird nun an der Oberseite mit Dachpappennägeln auf den Holzbrettern befestigt und die Oberkante anschließend etwa 10cm breit mit einer Dachklebemasse bestrichen. Die zweite Bahn wird nun so ausgerollt, dass sie die erste Bahn 10cm überlappt und auch an den Seitenkanten der Dachfläche wieder 10cm übersteht. Dann wird die zweite Bahn ebenfalls an der Oberkante festgenagelt und wieder 10cm breit mit Dachklebemasse bestrichen. Auf diese Weise werden nun nach und nach alle Bahnen verlegt. Wenn die gesamte Fläche abgedeckt ist, werden die Bahnen überall dort, wo sie die jeweils darunterliegenden Bahnen überdecken, mit weiteren Dachpappenägeln fixiert. Um die Nahtstellen und die Nagelköpfe zu schützen, kann zum Schluss noch ein Kaltanstrich auf die Dachfläche aufgetragen werden.

    Dachpappe in doppelter Deckung verlegen

    Wird die Dachpappe doppelt verlegt, wird zunächst mit der einfachen Deckung begonnen. Allerdings wird hierbei als erste Bahn an der untersten Stelle des Daches nur eine halbe Bahn verlegt. Ist die Dachfläche in einfacher Deckung fertig, wird eine zweite Schicht Dachpappe verlegt. Diese zweite Schicht wird nun aber nicht mehr vernagelt, sondern heiß aufgeklebt. Hierfür wird die Bahn von unten mit einem Gasbrenner erhitzt und in noch warmem Zustand fest auf die untere Schicht gedrückt.

    Bei flachen Dächern mit einem glatten Untergrund als Dachfläche kann die doppelte Deckung aber auch vollständig durch Aufkleben erfolgen. In diesem Fall sollte die Dachfläche am Vortag mit Kaltkleber vorgestrichen werden. Anschließend werden sowohl die untere als auch die obere Schicht mithilfe einer Kaltklebemasse befestigt.

    Die Pflege der verlegten Dachpappe

    Sonne, Schnee, Frost und andere Witterungseinflüsse machen der Dachpappe im Laufe der Zeit zu schaffen. Kleinere Risse oder undichte Stellen können durch Kaltklebemasse ausgebessert werden. Löcher werden verschlossen, indem Dachpappenstücke unter das Loch geschoben, festgeklebt und zusätzlich mit Nägeln fixiert werden. Etwa alle drei Jahre sollte die Dachfläche außerdem mit einem Schutzanstrich versiegelt werden. Die einfachste Variante hierbei sind kalt streichbare Mittel, die in verschiedenen Farbtönen erhältlich sind und mittels großem Pinsel oder Malerrolle aufgetragen werden. Eine Alternative hierzu wäre eine Bitumen-Latex-Dachhaut, die auf die Dachpappe aufgesprüht wird. Ist die Dachpappe nach einiger Zeit spröde und rissig geworden, kann eine weitere Schicht verlegt werden. Hierfür wird die Dachfläche sorgfältig abkehrt, bei Bedarf mit zusätzlichen Nägeln fixiert und an schadhaften Stellen mit einem Kaltanstrich ausgebessert. Am Folgetag wird dann eine neue Schicht Dachpappe aufgeklebt.

    Anstelle von herkömmlicher Dachpappe in Form von grau-schwarzen Bahnen kann die Dachfläche aber auch mit Bitumenschindeln eingedeckt werden.

    Und wie dies funktioniert ist, hier zu sehen.

    Источники: http://www.heimhelden.de/dachpappe-nageln, http://www.talu.de/dachpappe-schweissbahn-verlegen/, http://www.selber-bauen.de/garten/dachpappe-verlegen/

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