Betonmauer streichen

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    Hält Silikatfarbe auch auf Beton?

    Silikatfarben benötigen einen mineralischen Untergrund, um karbonatisieren und damit gründlich aushärten zu können. Auf Tapeten oder Dispersionsanstrichen finden sie keinen Halt, auch kunststoffhaltige Grundierungen wie zum Beispiel Tiefgrund verhindern die Anhaftung. Beton kommt unter bestimmten Umständen durchaus als Untergrund für Silikatanstriche in Frage.

    Für welche Untergründe eignen sich Silikatfarben?

    Zu den silikatverträglichen mineralischen Untergründen zählen ausschließlich Flächen, die entweder naturbelassen sind oder bereits mit einer Silikat- oder Kalkfarbe gestrichen wurden. Diese Tabelle gibt Aufschluss, welche Untergründe mit Silikatfarben streichbar sind:

    Beton gehört also sehr wohl zu den mineralischen Untergründen, die einen Silikatanstrich vertragen. Das einzige Hindernis liegt im Schalöl, das sich manchmal auf der Oberfläche befindet und vorher dringend entfernt werden muss.

    Insgesamt sollte der Untergrund vor dem Anstrich sauber und tragfähig sein, das heißt also, dass auch andere Verunreinigungen entfernt werden müssen. Verwenden Sie eine mineralische Spachtelmasse zum Verschließen von Löchern.

    Beton vor Silikatanstrich von Schalöl befreien

    Schalölrückstände lassen sich ganz leicht dadurch erkennen, dass Feuchtigkeit auf der Betonoberfläche abperlt. Falls dies der Fall sein sollte, können folgende Methoden dabei helfen, die Oberfläche zu reinigen:

    • kräftiges Absprühen mit dem Hochdruckreiniger
    • Abwaschen mit einem Ammoniak-Wasser-Gemisch im Verhältnis 1:4
    • Beton mit speziellem Schalölentferner behandeln

    Benötigt der Beton eine Grundierung?

    Ob Ihr Beton vorher eine Grundierung benötigt, besprechen Sie am besten mit einem Fachmann, der Ihr ausgewähltes Anstrichmittel ganz genau kennt. Falls ja, dann verwenden Sie auf jeden Fall einen silikatbasierten Haftgrund und sortierten kunststoffbasierte Grundierungen wie zum Beispiel Tiefgrund aus.

    Autorin: Elisabeth Fey – Hinweis: Alle Angaben sind ohne Gewähr

    Beton fachmännisch und nachhaltig streichen

    Beton ist seit jeher im Hausbau zu finden. Neuerdings rückt aber auch Sichtbeton immer mehr in den Fokus. Damit einher geht ein vermehrtes Arbeiten mit Beton durch versierte Heimwerker. Einer dieser Bereiche ist das Streichen von Beton. Je nachdem, was die Aufgabe eines Betonelements ist, müssen auch die Bearbeitungstechnik sowie das verwendete Material daran angepasst werden. Nachfolgend erhalten Sie wertvolle Informationen zum Streichen von Beton.

    Beton ist nicht gleich Beton

    Beton ist wohl eines der bedeutendsten Baumaterialien unserer Zeit, alleine schon aufgrund der besonderen Eigenschaften. Über viele Jahre galt Beton dabei jedoch als „kaltes“ und unästhetisches Baumaterial, das möglichst verkleidet oder zumindest gestrichen wurde. Inzwischen ist die Betonoptik jedoch ins Bewusstsein von Wohndesign vorgedrungen und Sichtbeton ein wichtiges Gestaltungselement geworden. Dadurch ergeben sich noch viele weitere Anwendungsmöglichkeiten als zuvor. Grundsätzlich können Sie also zwischen zwei Betonarten unterscheiden.

    • klar als Sichtbeton konzipierte Elemente
    • Nutz- oder Gebrauchsbeton zum Verkleiden usw.

    Das Streichen von Sichtbeton

    Dementsprechend gibt es Unterschiede beim Aussehen von Betonoberflächen. Sichtbeton ist zumeist außergewöhnlich glatt. Diese Glätte wird durch Trennöle oder auch Schalöle erzielt, damit der Beton beim Gießen nicht an den Verschalungen anhaften bleibt. Dementsprechend können Sie bei Sichtbeton in den meisten Fällen davon ausgehen, dass das Trennöl in die Mikroporen des Betons eingedrungen ist. Dort wirkt es dann auf viele Grundierungen abstoßend, sodass die Grundierungen keine anhaftende Verbindung mit dem Beton eingehen können. Achten Sie daher beim Kauf darauf, geeignete Grundierungen auszuwählen.

    Das Streichen von Gebrauchsbeton

    Betonelemente, die rein wegen der Funktion gegossen wurden und im Anschluss verkleidet werden sollen, erkennen Sie zumeist schon an der rauen Oberfläche. Nicht selten sind die Abdrücke des Schalholzes noch zu erkennen, selbst Holzsplitter sind oftmals noch zu finden. Geht es um einen reinen Nutzanstrich, sind natürlich keine weiteren Vorarbeiten mehr notwendig. Wollen Sie aber auch eine professionelle Optik erzielen, müssen Sie solche Betonelemente zunächst mit geeigneten Maschinen schleifen. Nach dem Schleifen verfahren Sie zum Grundieren und Streichen wie bei Sichtbeton.

    Schrittweise Anleitung zum nachhaltigen Streichen von Beton

    • Grundierung (verträglich mit Schal- und Trennöl)
    • Betonfarbe bzw. Lack
    • eventuell Decklack
    • Gummi- oder Wasserschieber
    • Quast
    • Farbroller
    • Pinsel
    • eventuell Schleifmaschinen
    • Reinigungsmaterial

    1. Vorbereitung

    Die Vorbereitungsarbeiten können, wie bereits erwähnt, sehr unterschiedlich ausfallen. Ob Sie nun den Beton anschleifen müssen oder nicht – die Reinigungsarbeiten sind immer ähnlich. Im Außenbereich können Sie die Betonflächen mit einem Hochdruckreiniger abspritzen, im Innenbereich empfiehlt sich das Säubern mit Betonreiniger, Wasser und einer geeigneten, harten Bürste.

    Unabhängig davon, ob nun Innen- oder Außenbereich: geben Sie der gereinigten Betonfläche ausreichend Zeit zum Trocknen. Bedenken Sie, dass auch Feuchtigkeit in die Poren des Betons eingedrungen ist. Folglich kann das Trocknen (jahreszeitbedingt) mehrere Tage bis Wochen dauern. Auch neu gegossener Beton muss erst austrocknen können, da der Betonlack wie eine Versiegelung wirkt.

    2. Den Beton grundieren

    Nun können Sie die Betonfläche grundieren. Bei Betonböden und entsprechenden Grundierungen können Sie die Grundierung mit einem Gummi- oder Wasserschieber aufbringen. Wände und Decken aus Beton grundieren Sie mit Farbroller oder/und Quast (Bürste). Nun lassen Sie die Grundierung den Anweisungen des Herstellers antrocknen. Nur so ist sichergestellt, dass die Grundierung mit der späteren Farblackschicht eine effiziente und nachhaltige Verbindung eingeht.

    3. Den Beton streichen

    Jetzt kann der Beton gestrichen werden. Auch hier verwenden Sie wieder Quast oder einen Farbroller. Auf vielen Betonoberflächen und auch abhängig von einer möglichen Farbgebung der Grundierung ist es möglich, dass Sie den Beton zweimal streichen müssen. Bei einigen Lacksystemen (zum Beispiel mit Verdünnern auf Wasserbasis) ist auch eine transparente Decklackschicht erforderlich.

    Achten Sie bei Betonfarben, die Sie im Außenbereich streichen wollen, auf eine gute UV-Beständigkeit.

    Nicht jede Betonfläche können Sie mit identischen Materialien streichen und vorbereiten. Ein Betonboden in Garagen beispielsweise ist anderen chemischen und mechanischen Belastungen ausgesetzt als eine Betondecke in einem Keller, wo es stattdessen feucht sein kann. Gerade das Streichen eines Bodens aus Beton in einer Garage (oder auch Werkstatt) erfordert sehr spezielle Grundierungen und Lacke. Natürlich finden Sie im Hausjournal auch Anleitungen zum [Streichen von einem Garagenboden] aus Beton.

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    Beton – Alles Andere als grau

    Beton und Grau – für viele gehört das zusammen. Doch das muss nicht sein! Schließlich kann die Oberfläche dieses universellen Baustoffs mit der richtigen Farbgebung den individuellen Ansprüchen folgend attraktiv, interessant und abwechslungsreich gestaltet werden. Dabei gilt es allerdings einiges zu beachten, um ein optimales und vor allem auch haltbares Ergebnis zu erzielen.

    Säubern Sie zunächst die zu streichende Betonwand sehr gründlich. Außen am besten mit einem Hochdruckreiniger, innen eher mit Spachtel und Drahtbürste. Insbesondere Ölflecken sollten Sie mit geeigneten Mittel entfernen, um späteren unregelmäßigen Verfärbungen vorzubeugen. Lassen Sie die Wand nach der Reinigung gut trocknen und gleichen Sie dann eventuelle Unebenheiten mit Spachtelmasse aus. Auch diese unbedingt erst aushärten lassen, bevor sie weitermachen.

    Die Betonoberfläche kann recht porös, aber auch sehr sehr glatt sein. Um den Auftrag der abschließenden Farbschicht vorzubereiten, sollten Sie daher unbedingt zunächst eine Grundierung auftragen. Hierfür eignet sich lösungsmittelhaltiger Tiefgrund. Eine solche Grundierung (z.B. mit Polyurethan) ist vor allem dann anzuraten, wenn zur besseren Ablösung der Verschalung diese mit entsprechenden Ölen behandelt wurde. Dieses Öl würde ohne lösungsmittelhaltige das Anhaften der gewünschten Farbschicht verhindern bzw. erschweren.

    Der nächste zu beachtende Schritt ist natürlich die Wahl der „richtigen“ Farbe. Gerade für den Außenbereich (Wand außen) muss diese sehr haltbar gegen Witterungseinflüsse, Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen sein. Es bieten sich in erster Linie spezielle Betonfarben oder -lasuren, Silikonharz- oder Silikatfarben an, aber natürlich kann auch Universalfassadenfarbe zum Einsatz kommen. Achten Sie etwas mehr auf die Qualität als auf den Preis – was nutzt eine kleine Kostenersparnis, wenn Sie nach wenigen Jahren erneut streichen müssen?

    Tragen Sie die Farbe nun gleichmäßig und eher „dünn“ auf. Es ist immer besser, mehrere dünne Schichten nacheinander aufzutragen und austrocknen zu lassen, als eine dicke Schicht, da diese immer dazu neigen wird, Blasen zu werfen und „Schlieren“ zu ziehen. Nehmen Sie sich für ein optimales Streichergebnis etwas Zeit – es lohnt sich.

    Haben Sie das Streichen der Wand optimal vorbereitet, die richtigen Produkte und Gerätschaften ausgewählt und sind beim Auftragen mit etwas Sorgfalt und Geduld vorgegangen, dann haben Sie sich im Endeffekt selbst belohnt, denn das Ergebnis ist eine für viele Jahre gepflegte Betonwand, die alles andere als „grau und hässlich“ wirkt.

    Kommentare

    So llte es nicht heißen „lösungsmittelh altige Grundierung“?

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    Источники: http://www.hausjournal.net/silikatfarbe-auf-beton, http://www.hausjournal.net/beton-streichen, http://www.tippsundtricks24.de/heimwerken/do-it-yourself/aus-grau-wird-bunt-beton-streichen-so-wird-beton-individuell-gestaltet/

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