Betonboden ausgleichen

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    Anleitung: Boden mit Ausgleichsmasse ausgleichen

    Ein unebener Boden ist jedem Hausbesitzer und Mieter ein Dorn im Auge. Zum einen sieht er unschön aus, zum anderen kann er im Laufe der Jahre zu einer gefährlichen Stolperfalle werden. Mit Ausgleichsmasse können Heimwerker ihren unebenen Boden ausgleichen.

    Die Deutschen wohnen laut dem Statistischen Bundesamt überwiegend in Altbauten. Nur etwa jedes zehnte Wohngebäude wurde nach der Jahrtausendwende gebaut. Diese Altbauten besitzen große Ausbaureserven für Heimwerker. Sie können Dachböden und Keller renovieren und ihnen einen neuen Zweck geben:

    Das größte Problem der Altbauten ist ihr Boden. Dieser ist in vielen älteren Immobilien in die Jahre gekommen und nicht eben. Damals gab es auch nicht so raffinierte Techniken und Produkte wie heute. Denn heute kann der Heimwerker mit Ausgleichsmasse Böden ausgleichen.

    Ausgleichsmasse: Wo und wofür?

    Früher oder später muss jeder Heimwerker mit Ausgleichsmasse hantieren. Sei es beim Verlegen von Parkett, wenn der Boden nicht eben ist, oder weil im Laufe der Jahre der Boden nachlässt und so Unebenheit entstanden sind. Ärgerlich ist es allemal, dafür lassen sich diese Problemchen schnell beheben. Zunächst muss klar sein, ob im Innen- oder Außenbereich ausgeglichen wird – das macht nämlich einen großen Unterschied.

    Im Innenbereiche gibt es viele verschiedene Untergrundarten, die Heimwerker ausgleichen können, zum Beispiel:

    • Fließestriche
    • Heizestriche beziehungsweise Böden mit Fußbodenheizung
    • Beton oder Betonfertigteile
    • Trockenunterböden auf Gipsbasis
    • Fliesenbeläge
    • Holzdielen und vieles mehr

    Im Außenbereich gibt es diese typischen Untergründe:

    Im Anschluss gilt es zu klären, zu welchem Zweck Sie ausgleichen möchten:

    1. Die Reparatur von Löchern.
    2. Die Reparatur einer ausgetretenen Treppe.
    3. Die Nutzschicht soll einer höheren Belastung standhalten.
    4. Die Nutzschicht mit normaler Belastung muss erneuert werden.
    5. Es wird ein Untergrund für Fliesen, Parkett oder Ähnliches benötigt.

    Je nachdem, wofür und wo die Ausgleichsmasse zum Einsatz kommt, muss sie eine bestimmte Mindestschichtdicke (3 mm bis 10 mm) besitzen.

    Typische Einsatzgebiete

    Ausgleichsmasse eignet sich nicht nur zum Renovieren der Wohnung, wenn die Böden in Wohnzimmer und Co. nicht mehr eben sind. Viele Keller werden jahrelang als triste Abstellräume genutzt, obwohl sie weit mehr Potenzial besitzen. Möglichkeiten zur Nutzung von Ausgleichsmasse:

    • Alten Keller in einen Fitness-, Hobby- oder Partykeller verwandeln
    • Dachboden für Kinderzuwachs ausbauen
    • Anhebung des Bodens für eine barrierefreie Wohnung

    Neuer Kellerboden: Ausgleichsmasse vs. Estrich

    Sowohl die Ausgleichsmasse als auch der Estrich sieht beliebte Produkte, um den alten Kellerboden zu sanieren oder erstmals zu ebnen. Welches der beiden Produkte infrage kommt, hängt von der späteren Anwendung an. Folgende Kriterien spielen eine Rolle:

    Ein Keller ist häufig feucht, insbesondere dann, wenn sie ihn als Trockenraum verwenden. Die Feuchtigkeit entsteht aber auch durch die Bewegung des Bodens und der Wände. Verwenden Sie deshalb Dämmstreifen am Rand. So entkoppeln Sie die Bodenmasse von der Wand.

    • Ausgleichsmasse: Wir empfehlen die Ausgleichsmasse in Kellern mit niedriger Höhe. Sie können selbst entscheiden, wie dick sie auftragen. Dadurch senken Sie die Gesamthöhe des Kellers nur wenig. Da Ausgleichsmasse nicht ganz günstig ist, lohnt es sich zum Ausgleichen kleinerer Löcher oder Unebenheiten mit Niveauunterschieden bis drei Zentimeter.
    • Estrich: Der Estrich ist eine gute Alternative, die mit ihrer Widerstandsfähigkeit und Festigkeit punktet. Einem geringen Verschleiß steht eine gute Resistenz gegen Nässe und Kälte gegenüber. Die hohe Belastbarkeit ist ein weiterer Pluspunkt. Aufgrund der langen Aushärtungs- und Trockenzeit, die bis zu 30 Tage dauern kann, ist der Boden nichts für Heimwerker, die es eilig haben. Während der Trocknungszeit besteht auch die Gefahr, dass kleine Risse entstehen.

    Die Ausgleichsmasse ist für den klassischen Keller und die meisten Anwendungsfälle die bessere Wahl. Selbst unerfahrene Heimwerker können Ausgleichsmasse einfach verarbeiten.

    Kostenberechnung für Ausgleichsmasse

    Für die nachfolgende Kostenberechnung haben wir zufällig eine selbstverlaufende Zementspachtelmasse verwendet. Das Produkt besitzt folgende Eigenschaften:

    • 25-kg-Papiersack
    • grauer Farbton
    • 20 – 40 Minuten Verarbeitungszeit
    • nach 3 – 4 Stunden begehbar
    • nach 24 – 48 Stunden verlegereif 1

    Der Verbrauch (und somit die Kosten) sind in der nachfolgenden Tabelle einsichtbar:

    Der 25 Kilogramm schwere Papiersack kostet 22,50 Euro. Angenommen man möchte einen 12 Quadratmeter großen Kellerboden mit einer vier Millimeter dicken Spachtelmasse ebnen, dann entstehen folgende Kosten:

    Zu den Kosten kommen 24 Liter Leitungswasser. Da die Kosten so gering sind 2 , haben wir sie in dieser Rechnung ignoriert. Weiterhin benötigen Heimwerker passendes Zubehör:

    Wir gehen davon aus, dass ein Heimwerker bereits ein passendes Rührwerk und sauberes Gefäß zur Vorbereitung der Masse besitzt. Ansonsten kann er sich das Rührwerk ausleihen, wodurch keine großen Kosten entstehen.

    Der Preis für das gesamte Vorhaben beträgt folglich rund 125 Euro.

    Qualitätsunterschiede des Produkts

    Selbstnivellierende Ausgleichsmasse ist ein modernes Produkt, welches im Grunde eine vergütete Zementmischung ist. Nach der Zubereitung bleibt Ausgleichsmasse flüssig, dass es sich praktisch alleine ausrichtet. Innerhalb von Stunden härtet es aus und hinterlässt eine gerade, glatte Oberfläche.

    Qualitätsunterschiede gibt es zwischen den einzelnen Produkten kaum. Beim Kauf sollten Heimwerker viel mehr auf die Verarbeitungskriterien achten:

    Weiterhin haben die Materialien unterschiedliche Anforderung an die Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit. Diese beiden Daten sollten Sie vorher messen und die Ausgleichsmasse passend wählen. Dann müssen Sie später die Raumtemperatur oder Luftfeuchtigkeit nicht mehr optimieren.

    Untergrund vorbereiten und Tipps zur Verarbeitung

    Zur Vorbereitung des Untergrunds sollten Heimwerker immer die Angaben des Herstellers beachten. Die meisten Hersteller erfordern eine Untergrundvorbereitung gemäß DIN 18 365.

    Grundsätzlich müssen Sie den Boden so vorbereiten, dass er

    • fest
    • sauber
    • trocken und
    • frei von Stoffen ist, die die Haftung der Ausgleichsmasse beeinträchtigen.

    Einige Hersteller empfehlen eine Grundierung, die man gut trocknen lassen muss. Sie sorgt dafür, dass die Masse besser haftet.

    Umgebungsbedingungen prüfen

    Wie bereits erwähnt (Kostenberechnung für Ausgleichsmasse) definieren die Hersteller einer Ausgleichsmasse eine optimale Umgebungstemperatur und relative Luftfeuchte, die bei den Arbeiten einzuhalten ist, zum Beispiel 20 Grad Celsius und 65 Prozent Luftfeuchte. Diese Umgebungsbedingungen müssen Sie vor Verarbeitungsbeginn schaffen:

    • Zugluftquellen: Mit einer brennenden Kerze findet man relativ schnell eine Zugluftquelle. Undichte Fenster und Türen sind in der Regel die Hauptursache.
    • Temperatur: Die Temperatur im Keller kann man mit einem Thermometer messen. Zur Regulierung der Temperatur sollte er regelmäßig gelüftet werden. Falls der Keller sehr kalt ist, muss er aufgeheizt werden.
    • Luftfeuchtigkeit: Messen Sie die Luftfeuchtigkeit mit einem Haarhygrometer oder elektrischem Hygrometer. Senken Sie die Luftfeuchtigkeit durch richtiges Lüften oder mit Salz (zieht Feuchtigkeit an). Falls die Luftfeuchtigkeit zu niedrig ist, können Sie diese mit Pflanzen (Zyperngras, Grünlilie, Zimmerlinde) erhöhen.

    Das Ignorieren dieser Bedingungen beeinflusst das Material und letztendlich die Qualität der Arbeiten.

    Untergrund vorbereiten

    Der Untergrund muss vorbereitet werden, damit die Spachtelmasse guten Halt findet. Entfernen Sie zunächst lose Bestandteile, alte Klebstoffe sowie ölige Verunreinigungen. Groben Schmutz (Dreck, Staub) kann man zunächst mit einem Staubsauger oder Besen entfernen. Hartnäckige Verschmutzungen kann man schleifen, fräsen oder dampfstrahlen. Welches Verfahren sinnvoll ist, hängt von der individuellen Situation ab.

    Falls der Untergrund Risse oder Arbeits- beziehungsweise Scheinfugen aufweist, müssen diese gefüllt werden. Eine selbstnivellierende Ausgleichsmasse erfüllt diese Aufgabe nicht.

    Vorsicht bei alten Dielenböden. Hier muss besonders sorgfältig abgedichtet werden. Ansonsten fließt die Ausgleichsmasse in Hohlräume und richtet Schäden an.

    Stark saugende Untergründe sind zunächst mit einer Spezialgrundierung zu bearbeiten. Ansonsten verschlechtern sie die spätere Oberflächenqualität.

    Vorstellung verschiedene Ausgleichsmassen

    Ausgleichsmasse gibt es in verschiedenen Ausführungen. Es wurden verschiedene Produkte konzipiert, die für bestimmte Untergründe geeignet sind. Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick:

    Die selbstnivellierende Ausgleichsmasse ist in der Regel einfach zu verarbeiten. Ihr einziger Nachteil sind ihre genauen Bedingungen zur Verarbeitung (Wassergehalt, Raumtemperatur, Luftfeuchte, et cetera). Ein zu geringer Wassergehalt lässt das Material steif wirken. Ist der Wasseranteil zu hoch, treten auf den ersten Blick keine nennenswerten Nachteile auf. Sie machen sich erst später als geringe Festigkeit und Rissneigung bemerkbar.

    Lesen Sie die Packungsbeschreibung für den Wassergehalt genau. Für einen 25 kg schweren Papiersack benötigen Sie rund sechs Liter Wasser.

    Umwelt- und Arbeitsschutz

    Ausgleichsmasse enthält in der Regel Zement, welches mit Feuchtigkeit alkalisch reagiert. Vermeiden Sie aus diesem Grund den Kontakt mit den Augen und der Haut. Sollte Ausgleichsmasse mit Ihren Augen in Kontakt treten, diese sofort mit klarem Wasser ausspülen.

    Verwenden Sie Handschuhe, lange Kleidung und eine Staubschutzmaske, damit die Ausgleichsmasse aus dem Kartonsack nicht mit Ihnen in direkten Kontakt tritt.

    Sollte durch den Kontakt mit der Haut oder den Augen eine Reizung auftreten, suchen Sie bitte sofort den Arzt auf.

    Schützen Sie die Umwelt, indem Sie Produktreste sammeln und verwenden. Ausgleichsmasse darf nicht ins Gewässer, Erdreich oder die Kanalisation gelangen. Alle Produktreste, die Sie nicht mehr benötigen, mischen Sie mit Wasser, lassen sie erhärten und entsorgen sie als Baustellenabfall.

    Den Fußboden Schritt für Schritt ausgleichen

    • Kunststoffbesen/Stachelwalze
    • Eimer
    • Bohrmaschine
    • Rührkorb
    • Glättkelle
    • Randdämmstreifen
    • Handschuhe
    • Atemschutz
    • Arbeitskleidung

    Ist der Einsatzzweck geklärt, geht es ran an die Arbeit. Je nach Zustand des Bodens ist die Arbeit, damit wir den Fußboden ausgleichen können, mehr oder weniger umfangreich. Häufig ist ein Feinausgleich mit wenigen Millimetern ausreichend, in extremen Fällen werden mehrere Zentimeter erforderlich – und das kann durchaus teuer und zeitraubend sein. Die Grundvoraussetzung für die Verwendung von Ausgleichsmasse ist ein stabiler Untergrund, den man zuvor mechanisch vorbereiten und grundieren muss.

    Gewusst? Eine zwei Millimeter dünne Ausgleichsmasse enthält 0,8 Liter Wasser je Quadratmeter. Wenn davon die Hälfte verdunsten muss und der Raum 20 Quadratmeter groß ist, muss man satte acht Liter beseitigen. Die Notwendigkeit einer guten Belüftung sollte somit klar sein.

    Die Hauptaufgaben der Spachtelmasse

    1. Füllen: Zur Füllung von Löchern eignet sich standfeste Spachtelmasse. Das Produkt härtet je nach Konsistenz und Wasserzugabe relativ schnell innerhalb von 30 bis 60 Minuten.
    2. Ausgleichen: Häufig kommt Ausgleichsmasse zum Einsatz, wenn Böden oder Untergründe deutliches Gefälle besitzen. Für den großflächigen Einsatz eignet sich fließende und selbst verlaufende Spachtelmasse.
    3. Glätten: Der häufigste Anwendungsbereich ist die Glättung eines Untergrundes. Auch hier ist die Ausgleichsmasse selbstverlaufend, sie wird allerdings nur wenige Millimeter dünn aufgetragen.

    1. Platzhalter anbringen

    Zwischen Wand und Boden müssen Sie einige Millimeter Platz lassen, damit keine Randeinspannungen entstehen. Als Platzhalter verwenden Sie einen Randdämmstreifen. Dieser wird in die passende Größe zurechtgeschnitten und mit doppelseitigem Klebeband an der Wand befestigt.

    2. Anmischung und Auftragung

    Für die Mischung mineralischer Ausgleichsmasse ist das Mischungsverhältnis auf der Verpackung zu berücksichtigen. Grundsätzlich muss das Wasser immer kalt und sauber sein.

    Die homogene Masse wird mithilfe einer Bohrmaschine sowie einem Rührquirl erzeugt. Auch hier bitte die Informationen des Herstellers beachten.

    Bei der Zumischung von trockenem Sand wird kein zusätzliches Wasser benötigt. Zu hohe Wassermengen führen zu einer verringerten Festigkeit und langen Trocknungszeiten.

    Nach dem Anmischen wird die Masse in benötigter Menge auf dem Untergrund gebracht und mit einem Glättschwert oder einer Glättkelle verteilt. Zahnrakel sind definitiv das günstigere Werkzeug, welche dank der Zahnung bereits die passende Schichtdickte vorgeben. Soll nach dem ersten Ausgleichsmassenauftrag ein Zweiter folgen, muss zunächst die Trocknung der ersten Schicht abgewartet werden.

    Zusammenfassung

    Ausgleichsmasse ist ein wichtiges Produkt zum zuverlässigen Ausgleichen alter, unebener Böden. Die Anwendung des Produkts ist weitestgehend unkompliziert, sodass selbst weniger geübte Heimwerker kein Problem haben sollten. Wichtig ist, dass Heimwerker die Anforderungen der Hersteller genau studieren und erfüllen. Wer die Anforderungen ignoriert, riskiert, dass sich später Risse in der Ausgleichsmasse bilden. Dann wäre die ganze Arbeit umsonst gewesen.

    • 3 mm Schichtdicke; 20 °C Raumtemperatur; 65 % Luftfeuchte
    • Literpreis für Leitungswasser laut GfK-Umfrage: 0,2 Cent je Liter

    Artikelbild: © CSImagemakers / Shutterstock

    1 Kommentar

    1. Thomas 02.06.2017 06:22 Uhr

    Hy. Finde die Anleitung super. Aber was macht man wenn zuviel Wasser genommen wurde? Ich meine Anscheinend. Den bei mir stand 3,2 Liter und ich habe auch diese genommen. Nur der Boden ist weich. Was kann ich jetzt machen?

    Boden ausgleichen

    Bevor Sie einen Bodenbelag verlegen können, sollten Sie in der Regel zuvor den Boden ausgleichen. Dafür stehen verschiedene Ausgleichsmassen zur Verfügung, womit man selbst unebene Untergründe in plane Flächen verwandeln kann.

    Vor allem bei der Renovierung stößt man häufig auf unebene Untergründe. Denn hat man einen alten Teppich- oder PVC-Boden herausgerissen, wird meistens der darunterliegende Estrich beschädigt, da neben dem alten Kleber auch Mörtel aus dem Estrich am Bodenbelag hängen bleibt. Wer jetzt einfach nur den Untergrund abfegt und einen neuen Bodenbelag verlegt, wird keine lange Freude daran haben. Passen sich flexible Beläge wie Teppich- oder Kunststoffböden vielleicht noch dem unebenen Untergrund an, so werden Laminat, Parkett und vor allem Fliesen auf Dauer reißen – Parkett und Laminat an Nut und Feder, Fliesen über jeder unebenen Stelle. Deshalb gilt: Vor der Verlegung eines neuen Bodens sollten Sie den Boden ausgleichen.

    Ausgleichsmassen

    Zum Boden ausgleichen hat jeder Hersteller hat selbstverlaufende Ausgleichsmassen bzw. Spachtel- oder Nivelliermasse im Programm, die sich jeweils für verschiedene Untergründe eignen. In jedem Fall handelt es sich um Trockenpulver, das mit Wasser angerührt und flüssig im Raum verteilt wird, um so den Fußboden auszugleichen. Die Konsistenz der Produkte gewährleistet einen fast selbsttätigen gleichmäßigen Ausgleich des Untergrundes. Erstes Entscheidungskriterium ist die erforderliche Höhe, die man die Unebenheiten im Boden ausgleichen muss. Hat man diese ermittelt, muss man entsprechende Hinweise auf den Verpackungen beachten. Meistens werden diese Werte groß und deutlich angegeben, zum Beispiel geeignet von 0 bis 5 mm oder geeignet von 2 bis 20 mm. Zweites Entscheidungskriterium ist die Art des Fußbodens. Sie müssen also feststellen, um welches Material es sich handelt.

    Für Beton und Zementestriche reichen zum Boden ausgleichen in der Regel preiswerte Ausgleichsmassen ohne spezielle Zusätze, die zum Beispiel als Fließspachtel bezeichnet werden. Gussasphalt- und Heizestriche verlangen jedoch nach speziellen flexiblen Zusätzen in der Ausgleichsmasse. Diese Produkte werden entsprechend oft als „Flexibler Fließspachtel“ oder ähnlich bezeichnet. Bei manchen Herstellern eignen sich flexible Fließspachtel auch zum Ausgleich von altem Trockenestrich aus Gips- oder Spanplatten sowie zum Ausgleich von Dielen oder Massivparkett. Es gibt aber auch Hersteller, die hierfür noch einmal extra ausgezeichnete Produkte anbieten. Hier muss also im Einzelfall stets die Verpackungsbeschreibung genau beachtet werden.

    Gleiches gilt hinsichtlich einer Grundierung, die möglichst vom selben Hersteller wie die Ausgleichsmasse stammen sollte. Sie ist in jedem Fall sinnvoll, um bei Beton und Zementestrich Staub zu binden und die Haftung der Ausgleichsmasse zu verbessern.

    Bewegliche Untergründe

    Hat man alte Dielen oder ein Massivparkett, möchte aber Fliesen im Raum verlegen, muss der Holzboden nicht zwangsläufig entfernt werden. Einfacher ist es, ihn ebenfalls mit Ausgleichsmasse zu übergießen. Hierbei muss man aber nicht nur das geeignete Produkt verwenden, nämlich eine möglichst flexible Ausgleichsmasse, sondern man muss den Holzboden zunächst sorgfältig vorbereiten. So müssen alle herausstehende Nägel und Schrauben wieder im Holz verschwinden und der Belag muss möglichst fest mit dem Untergrund verbunden werden. Anschließend folgt eine Behandlung mit einem wassersperrenden Schutzanstrich.

    Dann sollte ein Armierungsgwebe auf dem Boden befestigt werden, denn Holzböden arbeiten und bewegen sich, auch wenn sie fest verschraubt sind. Einen entsprechenden Spannungsausgleich sollte man also nicht der Spachtelmasse allein überlassen, sondern mit einem Armierungsgewebe sicherstellen. Erst dann folgt die Ausgleichsmasse.

    EXPERTEN-TIPP: Materialbedarf bestimmen

    Um zu wissen, wieviel Ausgleichsmasse man braucht, muss man zuerst die Höhenunterschiede der zu bearbeitenden Fläche feststellen. Diese ermitteln Sie mit Hilfe eines Richtscheits inkl. Wasserwaage oder mit einer Schlauchwaage, indem Sie die Höhe der Raumecken und des Raummittelpunktes messen. Die Höhenunterschiede notieren Sie sich. Dann addiert man die einzelnen Werte und teilt die Summe durch die Anzahl der Messpunkte. So ergibt sich ein Mittelwert für den Höhenunterschied. Liegt dieser Wert in einem 20 m2 großen Raum z. B. bei 10 mm und der Hersteller gibt einen Verbrauch von 1,2 kg/m2 pro Millimeter Schichtdicke an, benötigen Sie 240 kg Ausgleichsmasse für die Fläche.

    Quelle: selbst ist der Mann

    Betontreppe: Stufen ausgleichen

    Unebene Betontreppen lassen sich mit Reparaturspachtel ausgleichen

    Risse im Estrich reparieren

    Die Risse im Estrich sind mit Sanierklammern und Harz verschlossen worden

    Trockenestrich-Elemente verlegen

    Trockenestrich gleicht unebene Böden aus, damit Fliesen darauf verlegt werden können

    Badsanierung: Boden ausgleichen

    Wegen Feuchteschäden wurde der Boden bei dieser Badsanierung komplett neu aufgebaut

    Trockenestrich verlegen

    Unebenheiten kann man mit einer Kombination aus Schüttung und Estrich ausgleichen

    Das 1×1 der Fliesen: Boden nivellieren

    Untergründe mit Rissen und Dellen müssen Sie vor dem Fliesenlegen unbedingt nivellieren

    Schnell abbindender Estrich

    Muss der Estrich schnell ausgebessert werden, bietet sich schnell abbindender Zement an

    Fußboden ausgleichen

    Vor allem, wenn Sie Fliesen im Keller verlegen möchten, benötigen Sie einen ebenen Untergrund

    Trockenestrich verlegen

    Mit Trockenestrich schaffen Sie schnell einen glatten Boden und besseren Schallschutz

    Unebenen Boden ausgleichen

    Ist der Estrich stark beschädigt, sollten Sie ihn begradigen: Nivelliermasse verarbeiten

    Basteln

    Möbel selber bauen

    Holzversiegelung

    Beton­boden und Fuß­boden aus­gleichen und aus­bessern

    Unsere Anleitung zeigt Dir, wie Du einen schadhaften Betonboden bzw. Fußboden spachteln oder mit Bodenausgleichsmasse ausgleichen kannst und damit wieder zu einer belastbaren, ebenen Fläche machst. Ausbrüche und Hohlstellen werden mit Grundierung, Betonspachtel und Bodenausgleichsmasse sauber wiederhergestellt. Mit unserem Projektplaner stellen wir Dir alle nötigen Materialien in der richtigen Menge auf Deiner Einkaufsliste zusammen und sagen Dir, wo Du sie in Deiner Nähe kaufen kannst. Alle Informationen zu Produkten und Verarbeitung bekommst Du zum Speichern und Ausdrucken gleich mit.

    Du findest, der Projektplaner ist ein guter Service? Dann empfehle ihn Deinen Heimwerkerfreunden.

    Der SAKRET Projektplaner

    Produkte für Dein Projekt

    1 Grundierung Ausbrüche / Risse

    Als Voranstrich auf Beton, Putzen, Zement- und Calciumsulfatestrichen, Mauerwerk, Gipskartonplatten, Holzuntergründen und allen anderen mineralischen und stark saugenden Untergründen zur Verbesserung der Haftung zum Untergrund und Regulierung des Saugverhaltens

    Für Wand, Decke und Boden

    Für innen und außen

    • Lösemittelfrei
    • Geruchsmild
    • Hohes Eindringvermögen
    • Hoch konzentriert
    • Wasserverdünnbar im Verhältnis 1 : 1 bis 1 : 5 je nach Untergrund und Saugfähigkeit
    • Verbrauch: ca. 100 – 200 ml/m² je nach Untergrund

    2 Spachtelmasse Ausbrüche / Risse

    Zum Ausbessern und Verfüllen von Ausbrüchen und Löchern und zum Abspachteln, Glätten und Ausgleichen von Betonflächen, Zementputzen, Beton-, Ziegel- und Klinkersteinen. Vor dem Verlegen mit keramischen Fliesen und Plattenbelägen

    Für Wand, Decke und Boden

    Für innen und außen

    • Gute Untergrundhaftung
    • Hohe Festigkeit
    • Stoßfest
    • Kunststoffvergütet
    • Verarbeitbar bis zu 60 Minuten
    • Begehbar nach ca. 12 Stunden
    • Schichtdicke bis ca. 10 mm
    • Verbrauch: ca. 1,6 kg/m² je mm Schichtdicke

    Zum Glätten und Ausbessern von Zementestrichen, Zement-Putzen (CS IV), Betonflächen oder Mauerwerk (außer Porenbeton) vor der Verlegung von Fliesen- und Plattenbelägen, zum Ausbessern von Treppenstufen und zum Herstellen von Gefällespachtelungen

    Für Wand, Decke und Boden

    Für innen und außen

    • Für Fußbodenheizung (Heizestriche) geeignet
    • Spannungsarm
    • Kunststoffvergütet
    • Staubreduziert
    • Leicht verarbeitbar
    • Begehbar nach ca. 3 Stunden
    • Verlegereif nach ca. 24 Stunden
    • Schichtdicke 3 – 30 mm
    • Verbrauch: je mm ca. 1,6 kg/m²

    3 Grundierung

    Als Voranstrich auf Beton, Putzen, Zement- und Calciumsulfatestrichen, Mauerwerk, Gipskartonplatten, Holzuntergründen und allen anderen mineralischen und stark saugenden Untergründen zur Verbesserung der Haftung zum Untergrund und Regulierung des Saugverhaltens

    Für Wand, Decke und Boden

    Für innen und außen

    • Lösemittelfrei
    • Geruchsmild
    • Hohes Eindringvermögen
    • Hoch konzentriert
    • Wasserverdünnbar im Verhältnis 1 : 1 bis 1 : 5 je nach Untergrund und Saugfähigkeit
    • Verbrauch: ca. 100 – 200 ml/m² je nach Untergrund

    4 Randdämmstreifen

    Randdämmstreifen werden an allen aufsteigenden Bauteilen befestigt, um Schallbrücken und Kontakte zu vermeiden, die zur Beeinträchtigung der Dämmeigenschaften führen können

    Für Wand und Boden

    Für innen und außen

    5 Bodenausgleichsmasse

    Zum Herstellen von glatten, ansatzfreien Flächen oder zum Ausgleichen, Spachteln und Glätten von Unebenheiten. Vor der Verlegung von Fliesen und Plattenbelägen, Marmor- und Natursteinplatten, Parkett, Laminat, PVC-Belägen und Textilbelägen – Estrich CT-C20-F5 nach DIN EN 13813

    Für innen und außen

    • Auf Flächenheizungen (Heizestrichen) geeignet
    • Staubreduziert
    • Gute Verlaufseigenschaften
    • Begehbar nach ca. 6-12 Stunden
    • Verlegereif mit Fliesen nach ca. 24 Stunden
    • Schichtdicke 2 – 20 mm
    • Verbrauch: ca. 1,7 kg/m² je mm Schichtdicke

    Schritt-für-Schritt Anleitung vom Profi

    1. Untergrund vorbereiten:

    Minderfeste, nicht tragfähige Oberflächen- und Trennschichten (z.B. Schmutz, Staub, Fett, Öl, Farbrückstände o.ä.), extrem dichte und/oder glatte Untergründe sowie Zementschlämmen müssen entfernt bzw. aufgeraut werden.

    Hinweis: Wir empfehlen an allen aufgehenden Bauteilen (Anschlüsse Wand/Boden) Randdämmstreifen (Mindestdicke 8 mm) anzubringen.

    2. Grundierung auftragen:

    Bei vorhandenen Schadstellen die Grundierung im Verhältnis 1:2 mit Wasser vermischen und mit einem Pinsel oder Quast in zwei Aufträgen auf die Ausbrüche auftragen und trocknen lassen. Eine Pfützenbildung in jedem Fall vermeiden.

    3. Spachtelmasse anmischen:

    Bei vorhandenen Schadstellen eine ausreichende Menge Spachtelmasse nach Verpackungsangabe mit Wasser mittels Rührquirl in einem sauberen Gefäß anmischen.

    4. Betonfläche ausbessern:

    Mit einer Traufel oder einem Spachtel die Spachtelmasse in die Ausbrüche bzw. Hohlstellen einfüllen, gleichmäßig verteilen und anschließend glatt abziehen.

    Hinweis: Die Trocknungszeit der Spachtelmasse einhalten, bis mit dem nächsten Arbeitsschritt begonnen werden kann.

    5. Grundierung auftragen:

    Die Grundierung im Verhältnis 1:2 mit Wasser vermischen und mit einem Pinsel oder Quast in zwei Aufträgen auf die gesamte, auszugleichende Fläche auftragen und trocknen lassen. Eine Pfützenbildung in jedem Fall vermeiden.

    6. Ausgleichsmasse anmischen:

    Eine ausreichende Menge Ausgleichsmasse nach Verpackungsangabe mit Wasser mittels Rührquirl in einem sauberen Gefäß anmischen.

    7. Betonfläche ausgleichen:

    Die Ausgleichsmasse gleichmäßig aus dem Anmischeimer auf die Fläche ausgießen und mit einem Zahnrakel oder einer Stachelwalze auf dem Boden verteilen und nivellieren.

    Hinweis: Die Trocknungszeit der Ausgleichsmasse einhalten, bis mit dem nächsten Arbeitsschritt begonnen werden kann. In jedem Fall muss die Bodenausgleichsmasse nach ausreichender Trocknungszeit mit einem Bodenbelag (z.B. Fliese) belegt werden.

    SAKRET Verarbeitungsvideo

    » Bodenflächen ausgleichen und ausbessern

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    Die Erfindermarke

    Eine Erfindung ist immer dann besonders gut, wenn sie etwas Kompliziertes einfacher macht. Der Erfolg von SAKRET ist die Geschichte so einer Erfindung – der Erfindung des Werktrockenmörtels. Trockenmörtel hat nicht nur das Arbeiten der Handwerks-Profis auf der Baustelle völlig verändert und einem der wichtigsten Baustoffe eine verlässliche, gleichbleibende Qualität gegeben. Er hilft heute auch dem Heimwerker, gut, sicher und mit zuverlässigen Ergebnissen zu arbeiten.

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    Technische Auskünfte: 0800 / 88 44 44 4 (kostenfrei aus dem deutschen Festnetz)

    Источники: http://www.heimhelden.de/anleitung-boden-mit-ausgleichsmasse-ausgleichen, http://www.selbst.de/boden-ausgleichen, http://www.heimwerker.sakret.de/dein-projekt/spachteln-ausgleichen-estrich-verlegen/betonboden-und-fussboden-ausgleichen-und-ausbessern

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