Bad selbst fliesen

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    Fliesen verlegen

    Fliesen zu verlegen gehört zu den anspruchsvolleren Heimwerkerarbeiten. Dennoch ist es keine Zauberei und wer über das entsprechende Wissen, sowie das benötigte Werkzeug verfügt, kann mit etwas Übung sehr gute Ergebnisse erzielen und viel Geld sparen.

    Welche Werkzeuge und Hilfsmittel benötigt werden, hängt vom Arbeitsaufwand ab und ist unter Werkzeuge zur Verlegung von Fliesen nachzulesen. Bevor aber die ersten Fliesen gelegt werden, ist der richtige Verlegeplan entscheidend. Gerade bei den modernen großen Fliesen, ist es sehr wichtig, wo welche Fliesen geschnitten werden. Ein falsches Fugenbild kann auch ein perfekt gefliestes und sauber verfugtes Badezimmer unschön aussehen lassen. Ebenso ist gutes Werkzeug wichtig und wer vor einer Haussanierung oder einem kompletten Innenausbau steht, sollte nicht am falschen Ende sparen. Ein elektrischer Nasschneider kostet etwas mehr, macht sich aber bezahlt und erleichtert die Arbeit.

    Inhaltsübersicht: Fliesen verlegen

    Untergrund sorgfältig prüfen

    Bevor Fliesen verlegt werden können, muss der Untergrund bestimmte Kriterien erfüllen. Wie bei allen Belagsarbeiten, sollte er eben, trocken, staub- und fettfrei sein. Zusätzlich darf der Untergrund nicht zu stark saugen. Dieses würde zu schnell die Feuchtigkeit aus dem Fliesenkleber ziehen und eine gute Abbindung stören. Daher empfiehlt es sich generell Putz oder Estrich mit einer Grundierung zu behandeln. Diese bindet feine Staubpartikel und reguliert das Saugverhalten des Untergrundes.

    1. Die Ritzprobe verrät, ob der Untergrund tragfähig ist. Je höher die Ritztiefe, desto geringer die Tragfähigkeit.
    2. Bei der Wasserprobe wird Nässe mit einem Pinsel aufgebracht. Zieht das Wasser sichtbar ein, muß grundiert werden.
    3. Kreidende Anstriche müssen entfernt bzw. abgewaschen werden. Restpartikel werden durch Grundierung gebunden.
    4. Mit der Klebebandprobe können Anstriche überprüft werden. Blättert der Anstrich beim Abreißen des Klebebandes, muss er entfernt werden.

    Begehbare Dusche und Nassbereich abdichten

    Zum Nassbereich zählen neben der Dusche auch die Flächen um einer Badewanne oder dem Waschbecken. Diese Bereiche, sowie wasserempfindliche Untergründe benötigen einen besonderen Schutz gegen durchdringendes Wasser.

    Besonders geeignet sind hierfür Streich- oder Flüssigfolie, welche von unterschiedlichen Herstellern als komplette Abdichtsysteme angeboten werden. Diese beinhalten neben der Flüssigfolie oft auch Dichtband, Ecken oder Manschetten, welche zu einer perfekten Abdichtung benötigt werden. Für eine sichere Verbindung sollte die abzudichtende Fläche generell mit einer passenden Grundierung bearbeitet werden. Werden dabei empfohlene Produkte eines Herstellers verwendet, sichert das die Verträglichkeit der einzelnen Komponenten.

    Die Vorgehensweise ist fast immer ähnlich, dennoch sollten die Herstellerangaben gelesen und beachtet werden.

    1. Den Untergrund mit der Grundierung vorbehandeln und die Trockenzeit beachten.
    2. Mit einer Rolle oder Malerbürste wird die Flüssigfolie aufgetragen und das Dichtband sowie benötigte Ecken oder Manschetten in den Anstrich eingearbeitet.
    3. Nach der angegeben Trocknungszeit erfolgt ein weiterer Anstrich, bei dem das Dichtband komplett überstrichen wird.

    Fliesenkleber auftragen

    Ist der Untergrund vorbereitet und sind die nötigen Maße, wie der Fliesenspiegel angezeichnet, wird der Fliesenkleber nach Herstellerangaben angerührt und mit der Zahnkelle aufgetragen. Hierbei bitte die erforderliche Zahngröße beachten.

    Den Fliesenkleber dabei mehrfach mit der Zahnkelle durchkämmen, bis sich ein gleichmäßiges Bild ergibt. Wichtig ist es stets auf die gleiche Haltung der Zahnkelle zu achten. Wird die Zahnkelle flach angesetzt, wird weniger Fliesenkleber aufgetragen als in einem steileren Winkel. Immer nur so viel Kleber auftragen, wie auch in kurzer zeit verarbeitet werden kann. Randfliesen, welche geschnitten werden müssen, sollten daher besser einzeln verklebt werden.

    Fliesen verlegen

    Je nachdem, wo Fliesen geschnitten werden sollen, wird an der entgegengesetzten Seite mit der ersten Fliese begonnen. Ist ein Fliesenspiegel in einer bestimmten Höhe gefordert, wird von oben nach unten gefliest und die unterste Fliese geschnitten. Einfacher ist es von unten nach oben zu fliesen und den Fliesenspiegel mit einer kompletten Fliese enden zu lassen. Dabei wird viel Schneidarbeit und Verschnitt eingespart. Die fertige Höhe kann dabei je nach Fliesengröße und Fugenbreite variieren. Werden die Fliesen vorher mit Fliesenkreuze auf den Boden gelegt, lässt sich die fertige Höhe leicht bestimmen.

    In Innenecken werden Fliesen mit einer Dehnungsfuge zugeschnitten und die nächste Wand mit dem Reststück fortgesetzt. Dabei sollte der Abstand so groß gewählt werden, dass die Fliesen sich nicht berühren, die Lücke aber mit einer Silikonfuge abgedeckt werden kann.

    Wichtige Tipps zur Anordnung der Fliesen sind in unserem Verlegeplan für Fliesen und unter Natursteinfliesen verlegen zu finden.

    Fliesen verfugen

    Sind alle Fliesen verlegt und der Fliesenkleber getrocknet, kann mit dem Verfugen begonnen werden. Wichtig ist hierbei bereits die Wahl des Fugenmörtels. Je nach Untergrund und Einsatzort muss der Fugenmörtel unterschiedliche Eigenschaften aufweisen. Neben wasserabweisenden und flexiblen Fugenmörteln, gibt es auch speziellen Fugenmörtel der frostbeständig oder für sehr breite Fugen geeignet ist. Hierfür bitte immer die speziellen Einsatzgebiete der Produktbeschreibung entnehmen.

    Damit auch der persönliche Geschmack nicht zu kurz kommt, sind fast alle Fugenmörtel auch in unterschiedlichen Farben erhältlich. Ein sehr ruhiges Gesamtbild wird mit gleichfarbigen Fugen und Fliesen erreicht. Aber gerade große Fliesen kommen mit einem kontrastreichen Fugenbild besonders zur Geltung. Dafür sollten die Fugen absolut exakt und gleichmäßig sein. je größer der Farbkontrast ist, desto schneller fallen Fehler im Fugenbild auf.

    1. Ist der Fugenmörtel nach Herstellerangaben angerührt, benötigt er meist noch eine kurze Reifezeit, eher er nach nochmaligem Verrühren aufgetragen werden kann. Während er bei Bodenfliesen etwas flüssiger mit einem Gummispachtel verteilt wird, eignet sich für Wandfliesen ein Mossgummi- oder Fugenbrett. Der Fugenmörtel wird diagonal über die Fliesen verteilt und dabei in die Fugen gedrückt.
    2. Nach kurzer Trocknungszeit, kann der Fugenmörtel mit einem Schwammbrett abgewaschen und geglättet werden. Wichtig ist der richtige Reifegrad. Ist der Fugenmörtel bereits zu trocken, lässt sich die Oberfläche nur schwer waschen und glätten. Wäscht sich der Fugenmörtel hingegen leicht aus, ist er noch nicht genug getrocknet.
    3. Nachdem der Fugenmörtel abgewaschen ist, kann nach genügender Trocknungszeit mit der Reinigung begonnen werden. Bei noch grober Verschmutzung hilft Wasser und ein Schwamm oder Schwammbrett. Leichte Mörtelschlieren werden hingegen angetrocknet mit einem trockenem Lappen abgewischt.

    Silikonfugen erneuern

    Vor dem Aufbringen der Silikonfugen muss alles gründlich gereinigt und vorbereitet werden. Exakte Silikonfugen erfordern etwas Übung und sollten daher besonders sorgfältig gearbeitet werden.

    1. Gleichmäßige Fugen werden erreicht, wenn der Fugenbereich mit Klebeband abgeklebt wird. Das verhindert eine Verunreinigung der umliegenden Flächen. Auch wenn Anwendungsvideos oft etwas anderes empfehlen, sollten gerade Ungeübte nicht darauf verzichten.
    2. Mit einer Kartuschenpistole wird nun das Silikon möglichst gleichmäßig in die Fuge gespritzt. Bei besonders tiefen und großen Fugen, kann es ratsam sein, den Grund bereits vorher mit Silikon zu verfüllen und dieses trocknen zu lassen.
    3. Im nächsten Schritt wird das Silikon mit einem Glätt-Cutter abgezogen und gleichmäßig verteilt. Bereits jetzt sollte die Fuge sauber und ordentlich ausehen.
    4. Nach dem vorsichtigen Entfernen der Klebebandes kann das Silikon leicht antrocknen und mit einer Blumenspritze und einer Mischung aus Wasser und Spülmittel besprüht werden. Dieses Besprühen verhindert, dass das Silikon beim Glätten am Glätt-Cutter, Finger oder anderem Hilfsmittel kleben bleibt. So benetzt kann das Silikon in die endgültige Form gebracht werden. Dabei sollte nur noch geformt und nichts mehr abgetragen werden.

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    Fliesenleger Leverkusen , d. 29-06-16 14:13 :

    Sehr gut beschrieben, für einen Laien trotzdem unzureichend. Mehr Einzelheiten wären auf jeden Fall hilfreich, obwohl für einen ersten Überblick sehr gut!

    Heimwerker.de-Redaktion , d. 07-01-15 08:38 :

    Hans , d. 05-01-15 18:40 :

    Spiele mit dem Gedanken im Wohnzimmer Fliesen zu verlegen. Der bisherige Boden ist ein Holzboden, da es sich hier um ein altes Fachwerkhaus handelt. Ich könnte mir vorstellen, dass der Fliesenboden schwimmend verlegt werden muss (Spannungsrisse in den Fliesen wegen Holz). Aber wie sieht die schwimmende Verlegung der Fliesen auf dem Holzboden aus und welche Materialien eignen sich dafür?

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    Bodenfliesen verlegen in 9 Schritten

    Fliesenböden sind attraktiv, belastbar und pflegeleicht und eignen sich für Wohnzimmer, Küche oder Bad ebenso gut wie für Keller, Garage oder die Terrasse. Wenn Sie Ihre Bodenfliesen selbst verlegen möchten, erfahren Sie in unserem Ratgeber, worauf Sie dabei achten sollten.

    Nehmen Sie sich zunächst ausreichend Zeit, um die passenden Fliesen auszuwählen. Denn dabei zählt nicht nur die Optik, sondern auch die geplante Verwendung, insbesondere die zu erwartende Beanspruchung und die nötige Trittsicherheit. Hinsichtlich ihrer Strapazierfähigkeit werden glasierte Fliesen in 5 Abriebklassen eingeteilt. Bei geringer Belastung, z. B. im Bad, sollten Sie mindestens zu Fliesen der Abriebklasse 3 greifen. Für Wohn-, Schlaf- oder Esszimmer sowie Küche, Diele und Terrasse eignen sich Fliesen der Abriebklassen 3 und 4. Sogar in Bereichen mit extremer Belastung, z. B. in der Garage, können Sie Fliesen verlegen. Achten Sie dann jedoch beim Kauf unbedingt auf Fliesen der Abriebklasse 5. Im Außenbereich greifen Sie zu frostsicheren Feinsteinzeugfliesen. Mehr zu diesem Thema lesen Sie in unserem Ratgeber „Überblick verschiedene Fliesenarten“ oder Sie lassen sich von einem Mitarbeiter in Ihrem OBI Markt beraten.

    Bei der Ermittlung Ihres Materialbedarfs geben Sie zur errechneten Gesamtfläche noch 10% für Verschnitt und Bruch hinzu. Ein Paket Fliesen sollten Sie als Reserve für spätere Reparaturen aufbewahren. Außerdem benötigen Sie einen zu Ihrem Untergrund passenden Fliesenkleber. Für arbeitende und andere kritische Untergründe oder bei einer Fußbodenheizung wählen Sie kunststoffvergüteten Flexkleber. Grundierung und Fugenmörtel sollten zum verwendeten Kleber passen und am besten vom gleichen Hersteller stammen. Beachten Sie außerdem bitte grundsätzlich bei allen Materialien die Anwendungshinweise der Hersteller.

    Schritt 1 – Untergrund vor dem Verlegen der Fliesen vorbereiten

    Reinigen Sie zunächst die gesamte Fläche sorgfältig von Fett, Schmutz, Belagresten und losem Material – der Untergrund muss unbedingt sauber, trocken, staubfrei, tragfähig und eben sein.

    Je größer Ihre Fliesen sind, desto weniger Unebenheiten sollte der Boden aufweisen. Glätten Sie daher alle Unebenheiten mit einer selbstverlaufenden Bodenausgleichsmasse (angegebene maximale Schichtdicke beachten). Rühren Sie die Spachtelmasse in einem Mörtelkübel gemäß Herstellerangaben in sauberes Wasser ein. Sie können für das Anmischen eine Bohrmaschine mit Rühraufsatz in niedriger Drehzahl verwenden. Gießen Sie dann die Masse auf den unebenen Stellen aus und verteilen Sie sie mit einem Gummiwischer. Wenn Sie nicht zu viel auftragen, erhalten Sie dank der fließfähigen Konsistenz von ganz allein eine ebene Oberfläche.

    Nach der angegebenen Trocknungszeit, die mehrere Stunden bis Tage betragen kann, grundieren Sie saugende Untergründe wie z. B. Zementestriche noch mit Tiefengrund. Auf nicht saugfähigen Untergründen wie Beton oder auf sehr glatten Flächen verwenden Sie für bessere Haftung einen Haftgrund. In Nassräumen wie dem Badezimmer sollten Sie den Boden mit einer Abdichtung grundieren. Lassen Sie sich zu diesem Thema am besten in Ihrem OBI Markt beraten.

    Schritt 2 – Fliesen-Verlegetechnik: Parallelverlegung

    Die am weitesten verbreiteten Verlegetechniken sind die Parallelverlegung und die Diagonalverlegung. Mehr Informationen finden Sie in unserem OBI-Ratgeber Verlegemuster.

    Für Einsteiger am besten geeignet: das parallele Verlegen. Dabei arbeiten Sie symmetrisch von innen nach außen, weil zugeschnittene Fliesen an den Rändern weniger auffallen. Zunächst ermitteln Sie die Raummitte. Messen Sie dazu bei rechtwinkligen Räumen die Mitte der Seitenwände aus und markieren Sie die Mittellinien mit Hilfe von Richtschnüren oder mit einem Stift direkt am Boden.

    Verlegen Sie die erste Fliesenreihe entlang der längeren der beiden Linien. Beginnen Sie dazu am Mittelpunkt der Linie und richten Sie die Fliesen entweder genau mit der Fliesenmitte oder mit dem Fliesenrand an dieser Linie aus. Setzen Sie danach das Verlegen entlang der Wand an der Stirnseite fort (umgekehrte L-Form). Falls auch die Wände mit Fliesen gleicher Größe gefliest sind, richten Sie den Fugenverlauf am besten nach den Wandfugen aus. Achten Sie auch bei angrenzenden Räumen auf einen durchgehenden Fugenverlauf.

    Legen Sie die ersten beiden Fliesenreihen zunächst probeweise lose aus. Wenn alles passt, markieren Sie den Startpunkt, sammeln die Fliesen wieder ein und beginnen das Verkleben – weiter bei Schritt 4.

    Schritt 3 – Fliesen-Verlegetechnik: Diagonalverlegung

    Die Diagonalverlegung von Bodenfliesen ist etwas anspruchsvoller, setzt dafür aber reizvolle optische Akzente. Sie ist vor allem für quadratische Räume geeignet und kaschiert schiefe Wände.

    Markieren Sie wieder die Mittellinien und zusätzlich auch noch die Diagonalen im Winkel von 45 Grad zur kürzeren Mittellinie (Querachse). Beginnen Sie die diagonale Verlegung am Raummittelpunkt. Legen Sie die erste Reihe so aus, dass die Mittellinie der längeren Seite die Fliesen von Ecke zu Ecke durchläuft. Sie können die erste Fliese dabei wahlweise entweder mittig oder mit einer Ecke am Raummittelpunkt anlegen. Wählen Sie im Zweifel die Variante mit dem geringeren Verschnitt.

    Legen Sie nun die zweite Fliesenreihe von der Mitte ausgehend so aus, dass (je nach Lage der ersten Fliese) entweder Fliesenmitte oder eine Seite entlang der markierten Diagonale verläuft. Das heißt also: Nur die Fliesen entlang der Mittellinien legen Sie Ecke an Ecke, die anderen können Sie Kante an Kante aneinander legen.

    Legen Sie die ersten beiden Fliesenreihen zunächst probeweise lose aus. Wenn alles passt, markieren Sie den Startpunkt, sammeln die Fliesen wieder ein und beginnen das Verkleben.

    Schritt 4 – Fliesenkleber auftragen

    Ist das Verlegen geplant, der Untergrund vorbereitet und die Grundierung getrocknet, können Sie den Fliesenkleber gemäß den Herstellerangaben vorbereiten. Mischen Sie den Fliesenkleber mit Bohrmaschine und Rührquirl im angegebenen Verhältnis klumpenfrei in Wasser an.

    Nach einer kurzen Reifezeit tragen Sie mit einer Kelle oder Traufel eine 5 bis 10 mm dicke Kleberschicht gleichmäßig auf den Boden auf. Kämmen Sie dann den Kleber mit einem Zahnspachtel so durch, dass ein gleichmäßiger Kleberauftrag entsteht. Die benötigte Zahnung des Zahnspachtels hängt von der Fliesengröße ab:

    • bis 100 mm Kantenlänge: 6 mm
    • 100 bis 200 mm: 8 mm
    • 200 bis 300 mm: 10 mm
    • ab 300 mm: 12 mm Zahnung.

    Arbeiten Sie in kleineren Abschnitten und bringen Sie pro Durchgang nur so viel Kleber auf, wie Sie verarbeiten können, bis der Kleber anzieht (Richtwert 1 bis 1,5 m²).

    In Außenbereichen, bei Fliesen aus Grobkeramik und Naturstein sowie bei Spaltplatten mit stark profilierter Rückseite bringen Sie am besten zusätzlich auch auf der Fliesenrückseite Fliesenkleber auf und kämmen diesen durch.

    Schritt 5 – Bodenfliesen verkleben

    Drücken Sie die Bodenfliesen mit einer leichten Drehbewegung ins Kleberbett ein und klopfen Sie sie mit einem Gummihammer leicht an, aber ohne sie bis auf den Boden herunterzudrücken. Verarbeiten Sie immer im Wechsel Fliesen aus unterschiedlichen Paketen, denn zwischen den Gebinden können minimale Farbunterschiede auftreten.

    Überprüfen Sie zwischendurch stichprobenartig durch Abheben, ob sich auch ausreichend Kleber auf der Rückseite befindet (mindestens 80% Bedeckung ist erforderlich, bei Natursteinfliesen 100%). Falls Sie auch auf der Fliesenrückseite Kleber aufgetragen haben, sollten die Kleberfurchen quer zu denen auf dem Boden verlaufen. Prüfen Sie immer wieder auch die korrekte Lage der Fliesen – solange der Kleber noch nicht angezogen hat, sind noch Korrekturen möglich. Halten Sie unbedingt eine ausreichende Fugenbreite zwischen den Fliesen ein (mindestens 2 mm, Herstellerangaben beachten). Dies ist notwendig, um Bewegungen und Spannungen auszugleichen. Stecken Sie dazu Fliesenkreuze entsprechender Größe zwischen die Fliesen.

    Nur wenn die Fliesenkreuze auf gleicher Höhe wie die Fliesen sind, entfernen Sie sie vor dem Verfugen wieder. Haben sie jedoch eine deutlich geringere Höhe als Ihre Bodenfliesen, können Sie sie auch einfach überspachteln.

    Lassen Sie auch zu den Wänden Dehnungsfugen frei, ebenso bei vorhandenen Dehnungsfugen im Estrich und an Übergängen zu anderen Räumen und Belägen. Fliesenschienen (Eck- bzw. Abschlussprofile) sorgen bei Bedarf für saubere Abschlusskanten und sind außerdem ein interessantes Gestaltungsmittel. Lassen Sie sich inspirieren: Dekorativer Kantenschutz mit Fliesenschienen.

    Schritt 6 – Randfliesen zuschneiden

    An den Rändern werden Sie in der Regel Ihre Fliesen passend zuschneiden müssen. Bei der Diagonalverlegung fällt dabei mehr Verschnitt an als bei der parallelen Verlegung.

    Schritt 7 – Bodenfliesen verfugen

    Die Fugen zwischen den Fliesen füllen Sie mit einem zum Kleber passenden Fugenmörtel aus. Wenn Sie Flexkleber nutzen, sollten Sie auch einen flexiblen Fugenmörtel (Flexfuge) nutzen.

    Entfernen Sie vor dem Verfugen zunächst überschüssigen Fliesenkleber aus den Fugen. Kratzen Sie dazu Fliesen-, Eck- und Anschlussfugen mit einem Holzkeil sauber, noch bevor der Kleber ausgehärtet ist.

    Beginnen Sie dann mit dem eigentlichen Verfugen erst nach dem Aushärten des Fliesenklebers. Planen Sie mindestens 24 Stunden Trocknungszeit ein (Herstellerangaben beachten). Mischen Sie den Fugenmörtel mit Wasser im angegebenen Mischungsverhältnis zu einem sämigen Brei an. Gießen Sie dann den Mörtel abschnittsweise auf den Boden und verteilen Sie ihn mit einem Fugengummi gleichmäßig diagonal zum Fugenverlauf auf den Fliesen. Überschüssigen Mörtel ziehen Sie sorgfältig mit dem Gummiwischer oder einem Fliesenwaschbrett ab. Schützen Sie sich bei der Verarbeitung des Fugenmörtels unbedingt durch Gummihandschuhe.

    Schritt 8 – Fliesenboden nach dem Verlegen reinigen

    Warten Sie mit dem Reinigen der Fliesen, bis der Fugenmörtel matt angetrocknet ist. Beachten und befolgen Sie dazu genau die Angaben des Herstellers. Für die erste Oberflächenreinigung Ihrer Fliesen von verbleibenden Mörtelresten verwenden Sie einen feuchten Schwamm. Verwenden Sie dabei nicht zu viel Wasser, damit die Fugen nicht ausgewaschen werden. Polieren Sie anschließend mit einem sauberen trockenen Lappen nach. Einen eventuell verbleibenden leichten Zementschleier können Sie frühestens nach zwei Wochen mit Zementschleier-Entferner beseitigen.

    Schritt 9 – Wandfugen abdichten

    Die Fugen zwischen Bodenfliesen und Wänden oder Sockelfliesen werden nicht mit Fugenmörtel verfugt, sondern mit einer dauerelastischen Dichtmasse abgedichtet – in der Regel mit Silikon. Bei Marmor- oder Natursteinfliesen verwenden Sie passendes Natursteinsilikon.

    Kleben Sie zunächst die Fugenränder an Boden und Wand beidseitig mit Malerkrepp ab und entfernen Sie Kleberreste aus den Fugen. Poröse, sehr saugfähige Untergründe sollten Sie mit einer Grundierung vorbehandeln. Füllen Sie dann das Silikon aus einer Kartusche gleichmäßig in die Fugen. Sie können dafür eine Auspresspistole für Silikonkartuschen nutzen. Nach einigen Minuten (Herstellerangaben beachten) entfernen Sie mit einem Fugenglätter überschüssige Dichtungsmasse und streichen die Silikonfuge glatt.

    Benetzen Sie den Glätter mit etwas Spülwasser, das erleichtert die Handhabung. Zum Schluss ziehen Sie das Klebeband schräg nach hinten und seitlich von der Fuge weg ab.

    Materialliste

    Werkzeugliste

    • Spachtel
    • Rolle
    • Bohrmaschine (mit Rühr- und Lochfräsenaufsätzen)
    • Mörteleimer
    • Gummiwischer
    • Richtschnur
    • Kelle
    • Zahnspachtel
    • Zollstock
    • Fliesenschneider, Fliesenzange
    • Fliesenlochzange
    • Fliesenschienen
    • Gummihammer
    • Fliesenwaschbrett
    • Fliesenwischer
    • Auspresspistole
    • Fugengummi
    • Fugenglätter
    • Schwamm und Lappen

    Die OBI Bau- und Heimwerkermärkte Systemzentrale GmbH schließt bei nicht sach- und fachgerechter Montage entsprechend der Anleitung sowie bei Fehlgebrauch des Artikels jede Haftung aus. Ihre gesetzlichen Ansprüche werden hierdurch nicht eingeschränkt. Achten Sie bei der Umsetzung auf die Einhaltung der persönlichen Sicherheit, tragen Sie, wenn notwendig, entsprechende Schutzausrüstung. Elektrotechnische Arbeiten dürfen ausschließlich von Elektrofachkräften (ÖVE/ÖNORM EN 50110-1) ausgeführt werden. Bei dem Aufbau der Artikel müssen die Arbeiten nach AUVA durchgeführt werden. Führen Sie diese Arbeiten nicht aus, wenn Sie mit den entsprechenden Regeln nicht vertraut sind. Wir sind um größte Genauigkeit in allen Details bemüht.

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    Ankündigung

    Fliesen verlegen- selber machen oder vom Fachmann

    Ich plane gerade mit meiner Frau unser neues Badezimmer. Wir haben uns schon online schöne Fliesen bestellt. Nun ist meine Frage: Kann man auf die zahlreichen Online Videos in Sachen Fliesen verlegen vetrauen? Kann man auch als Laie selber die Fliesen verlegen oder sollte man das lieber vom Fachmann machen lassen. Eigentlich ist es nur eine Kostenfrage. Ich würde schon gerne selber die Fliesen verlegen habe aber nicht wirklich viel Erfahrung darüber,aber Ich würde halt extrem viel Kosten sparen.

    Habt ihr Tipps für mich oder einen Leitfaden zum Fliesen legen?

    Über Anregungen wäre Ich sehr dankbar

    Irgendwann ist immer das Erstemal.

    Man kann hier ein paar allgemeine Tipps und Erfahrungen erhalten, ich würde dir dennoch raten auch mal das Gespräch mit jemandem zu suchen, der das schon einmal gemacht hat. dabei kommen meist neue Fragen oder Gegenfragen, die einiges ganz schnell und unkompliziert klären.

    Was willst du fliesen? Boden, Wand, Bad, Wohnraum?

    Welcher Untergrund ist vorhanden?

    Welches Format haben die Fliesen?

    Die Farbe der Fugen wähle ich immer in Standard-grau. Der Grund ist, wenn man etwas ausbessert, gibt es diese farbe auch in 20zig Jahren noch. Außerdem verschmutzen die Fugen nicht sichtbar so stark. Brau, weiß, beige und andere Farben sehen alle bald sowieso grau aus.

    Es gibt noch viel mehr zu texten.

    Kommentar

    Bezüglich der Farbe wollte ich eigentlich klassisch weiß nehmen,weil andere Farben irgendwann nervig werden können . Das Badezimmer ist außerdem nicht so groß deswegen wollte ich vllt auf extrem große Fliesen zurückgreifen, weil dann das Bad größer wirkt.

    Kommentar

    Allerdings habe ich mir dann auch sagen lassen das die Fliesen im Format 600 x 300 wohl nicht gerade einfach zu legen sind.

    Beim nächsten Mal, 12 Jahre später flieste ich das gesamte Bad (Wände und Boden). Warum keine Kreuze? Das Bad ist 2,5×2,5m groß, also in jeder Richtung 12 Fliesen 20x20cm. Da die Maurer aber nie auf Millimeter, sondern recht großzügig mit Zentimetern umgehen, kommt es, wie bei mir, vor, daß gegenüberliegende Wände nicht gleich lang sind. Arbeitet man nun mit Fugenkreuzen, kann man den optischen Ausgleich nicht hinbekommen. Ich legte also an eine Wand die erste Reihe von Fliesen und verschob sie in dem noch feuchtenn Flexkleber derart, daß die Fugen alle die gleiche Breite hatten,. Das Gleiche machte ich dann an der rechtwinklig dazu angrenzenden Wand. Auf dieser Basis konnte ich dann den gesamten Reum verfliesen und hatte an keinem Ende eine gekürzte Fliese.

    Fliesenschneider mit Seitenanschlag

    Kommentar

    Als erstes kommt es auf den Untergrund an. Je nach Untergrund sind diverse Untergrundvorbehandlungen erforderlich.

    Um weitere Tips zu geben, wäre wichtig, welche Fliesen verlegt werden? Keramische Fliesen, Feinsteinzeug, Granit.

    Fugenkreuze sind für Laien sicher sehr praktisch, meine Empfehlung sind aber Fliesenlegerkeile aus Kunststoff. Gerade Keramische Fliesen sind durch den Brand und die Glasur selten 100%ig rechtwinkelig. Benutzt man Fliesenkreuze, wird das ganze Fugenbild irgendwann schief. Mit kleinen Keilen und etwas Augenmass kann man viel besser ausgleichen.

    Erstelle dir doch einen verlegeplan wie du die fliesen in den Raum legen möchtest. hat mir immer gut geholfen. Nur du solltest bedenken das größere Fliesen nicht schneller zu verlegen sind sonder es doch länger dauert. Das der Kleber und die Fuge zur Fliese passen sollte wurde ja schon angesprochen. In guten Fachgeschäften kannst du dir einen Schneider oft ausleihen .

    Kommentar

    Meine Eltern haben bei Ihrem Hauskauf auch alles selbst gemacht! Die gesamten Bodenbelege und Tappezierarbeiten sind selbst gemacht!

    Somit kannst du eigen Wünsche wie zum Beispiel eine Fugenbeleuchtung mit einbringen oder ein Mosaik mit einarbeiten.

    Wenn du dir unsicher bist in Fachmärkten nochmal Anleitung einholen, da helfen die Mitarbeiter sicher gern. Oder den Fliesenleger im Ort fragen ob er mal 5 Minuten hat für ein paar Tricks.

    Aber selbst machen ist viel günstiger und man kann ich am Ende über sein Eigenes Werk freuen.

    Источники: http://www.heimwerker.de/haus/bodenbelaege/fliesen/fliesenverlegung.html, http://www.obi.at/ratgeber/bauen/waende-und-boeden/bodenfliesen-verlegen-in-9-schritten/, http://www.1-2-do.com/forum/heimwerken/fliesen/2439774-fliesen-verlegen-selber-machen-oder-vom-fachmann

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