Aquastop funktion

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    Aquastop ausgelöst – und jetzt?

    Was eigentlich genau passiert, wenn die Aquastop Funktion der Waschmaschine auslöst, welchen Sinn das hat und wie man die Maschine danach wieder in Betrieb nehmen kann, können Sie ausführlich in diesem Beitrag erfahren.

    Aquastop Funktionsweise

    Der Aquastop, den es übrigens nicht nur bei Waschmaschinen gibt, hat die Funktion, bei austretendem Wasser im Gerät die Wasserzufuhr zu unterbrechen. So wird vermieden, dass es durch ständig aus der Leitung nachlaufendes Wasser zu Überschwemmungen in Bad oder Küche kommen kann.

    Die Funktionsweise kann ganz unterschiedlich sein. Mechanische Systeme reagieren meist auf Schlauchplatzungen, können aber auch über Zählwerke die Menge des konstant durchlaufenden Wassers überwachen, oder in Doppelschlauchsystemen auf Haarrisse im Schlauch reagieren.

    Vielfach werden heute aber elektronische Aquastop-Systeme eingesetzt. Sie überwachen die Wasserzulaufmenge auf elektronischem Weg, und gleichzeitig auch den Wasserstand in der Bodenschale. Wenn dieser Wasserstand eine gewisse Höhe erreicht, wird automatisch ein Magnetventil ausgelöst, das die Wasserzufuhr unterbricht, so dass es nicht zu einer Überschwemmung kommen kann.

    Daneben kommen noch komplexere elektronische Überwachungssysteme mit Feuchtigkeitssensoren zum Einsatz, die beim Feststellen von Feuchtigkeit an bestimmten Stellen die Wasserzufuhr über ein Magnetventil komplett unterbrechen.

    Erste Maßnahmen

    Wenn der Aquastop ausgelöst hat, sollte die Maschine sofort ausgeschaltet und die Wasserzufuhr unterbrochen werden. Das Einfließen von weiterem Wasser wird nur durch ein Magnetventil verhindert, wenn es versagt, kommt es in kurzer Zeit dennoch zu einer schweren Überschwemmung.

    Auch wenn Sie kein Wasser sehen, sollten Sie sich nicht täuschen lassen – für das Auslösen des Aquastops muss es immer einen Grund geben. Das Wasser kann auch lediglich im Inneren der Maschine ausgetreten sein.

    Keinesfalls sollten Sie die Maschine wieder in Betrieb nehmen, ohne sie vorher überprüfen zu lassen.

    Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob nicht eine andere Wasserquelle – etwa Putzwasser, das an die Sensoren gelangt ist – den Aquastop ausgelöst hat, können Sie das Gerät 24 – 48 Stunden austrocknen lassen und dann erneut versuchen es in Betrieb zu nehmen. Löst der Aquastop wieder aus, müssen Sie die Waschmaschine auf die Ursache des Wasseraustritts hin von einem Fachmann überprüfen lassen.

    Aquastop (Wasserstopp) an der Spülmaschine

    Es ist meist nicht ganz einfach, das Eckeventil, an dem die Spülmaschine angeschlossen ist, für den Betrieb zu öffnen und danach wieder zuzudrehen. Andernfalls besteht jedoch das Risiko eines kostspieligen Wasserschadens. Daher sind heute nahezu alle Spülmaschinen mit Aquastop ausgestattet.

    Aquastop gegen Überschwemmungen in Küche und Bad

    Ob Geschirrspüler oder Waschmaschine – nicht nur, dass es zumeist lästig und umständlich ist, dauernd den Wasserzulauf auf- und zuzudrehen. Nicht selten wird es auch vergessen, das Wasser nach dem Programmdurchlauf wieder zu schließen. Ein Wasserschaden ist dann in der Regel heftig, fließt das Wasser doch ebenso in die darunterliegenden Stockwerke. Aquastop-Systeme sorgen hier für Abhilfe.

    So funktioniert Aquastop

    Das Funktionsprinzip ist immer dasselbe: läuft zu viel Wasser durch den Zulaufschlauch, sperrt ein Ventil den Wasserzulauf direkt unterhalb des Sperrventils (wandseitig). Es ist ein auffälliger Kunststoffkasten am wandseitigen Schlauchende, in dem das Ventil untergebracht ist. Darüber hinaus ist der Schlauch ebenfalls gut als ein Aquastop-Schlauch zu erkennen, da er gegenüber herkömmlicher Zulaufschläuche nicht glatt, sondern geriffelt ist.

    Aquastop-Systeme

    Die Funktionsweise kann sich aber maßgeblich unterschieden, auch wenn dabei immer der Wasserzulauf unterbrochen wird:

    • mechanische Aquastop-Systeme
    • elektrische Aquastop-Systeme
    • elektronische Aquastop-Systeme

    Sämtliche Systeme haben natürlich Vor- und Nachteile. Nachfolgend eine kurze Zusammenfassung der verschiedenen Aquastop-Systeme:

    Mechanische Aquastop-Systeme

    Die Schlauchplatzsicherung

    Bei der Schlauchplatzsicherung wird ein Druck im Zulaufschlauch aufgebaut. Im Aquastop sind drei Kanäle, die über Gummischeiben und Federn miteinander verbunden sind. Bei normal aufgebautem Druck besteht ein Gleichgewicht – das Wasser fließt gleich stark durch alle drei Kanäle.

    Verändert sich der Druck plötzlich (Schlauch rutscht vom Aquastop oder der Schlauch platzt), schließt das Ventil sofort. Der Nachteil: an einem kleinen Leck läuft nicht genug Wasser aus, sodass sich der Druck maßgeblich verändert. Also funktioniert bei kleineren Leckagen nicht.

    Dieses System kann auch so aufgebaut sein, dass in einem doppelwandigen Schlauch das austretende Wasser nach oben zum Aquastop-Kasten läuft. Dadurch wird dann der Mechanismus ausgelöst, der den Zulauf schließt. Um den Aquastop wieder zurückzusetzen, können die verschiedenen Systeme mit einem Druckknopf ausgestattet sein.

    Aquastop mit Zählwerk

    Im Aquastop-Kasten ist ein Sperrventil mit Zählwerk. Dieses Zählwerk kann auf eine bestimmte Wassermenge eingestellt werden. Wird diese Menge überschritten, schaltet das Ventil. Stoppt der Wasserdurchfluss vollständig, weil das Wasch- oder Reinigungsprogramm abgeschlossen ist, setzt sich das Zählwerk automatisch auf Null zurück. Auch kleinere Leckagen, bei denen über einen langen Zeitraum Wasser ausläuft, werden erkennt und das System schließt den Wasserzulauf.

    Chemisch-mechanisches Wasserstopp-System

    Es gibt noch ein weiteres Stoppsystem, das zwar mechanisch, aber nicht ausschließlich mechanisch funktioniert. Es ist ebenfalls ein doppelwandiger Schlauch notwendig. Jedoch ist der Zwischenraum zwischen beiden Schläuchen mit einem Mittel gefüllt, das sich bei Wasserkontakt extrem ausdehnt. Kommt es selbst zu kleinsten Leckagen, schwillt der Zwischenraum so weit an, dass kein Wasser mehr durch den inneren Schlauch laufen kann. Wurde das System ausgelöst, wird ein neuer Schlauch benötigt.

    Elektrische und elektronische Wasserstoppsysteme

    Immer wieder wird auch bei elektrischen Aquastop-Systemen von „Sensoren“ gesprochen. Das ist allerdings nicht ganz richtig. Elektrische Systeme benötigen eine Mechanik, die auslöst. Sensoren (im Sinn echter Sensoren) werden dagegen elektronisch gesteuert. Die Benutzung des Wortes „Sensor“ bei elektrischen Aquastop-Systemen bezieht sich daher auf mechanische Auslöser.

    Druckdose und Luftfalle

    Bei der Spülmaschine kann das die Luftfalle oder eine Druckdose am Wasserzulaufventil sein. Dieser Bereich ist aber auch mit anderen Bauteilen verbunden, beispielsweise der Wassertasche einer Spülmaschine. Auch diese kann Luftfalle oder Druckdose auslösen. Wird das Ventil ausgelöst, sperrt es im Aquastop-Gehäuse direkt am Wasseranschluss den Zulauf.

    Schwimmer und Auffangwannen

    Wieder andere Systeme nutzen eine Bodenwanne, die mit einem Schwimmer verbunden ist. Geht der Schwimmer nach oben, wird das Ventil elektrisch verschlossen. Der Zwischenraum zum äußeren Schlauch beinhaltet nicht nur die elektrische Leitung. Er kann auch zu einer speziellen Wanne führen. Platzt der eigentliche Wasserschlauch, läuft das Wasser, das vor dem Schließen des Ventils auslaufen konnte, in diesem Zwischenraum in die Wanne und wird sofort abgepumpt.

    Aquastop zurücksetzen

    Bei einigen Geräten sollte sich der Druck wieder normalisieren, wenn ein neuer Aquastop-Schlauch montiert ist. Bei Druckdosen kann es vorkommen, dass man etwas in die Dose blasen muss, um den Unterdruck zu beseitigen. Bei schwimmergeführten Systemen muss darauf geachtet werden, dass die Auffangwanne nicht mehr mit Wasser voll ist – falls nicht automatisch abgepumpt wird.

    Elektronische Systeme

    Bei elektronischen Systemen für Aquastop handelt es sich um Sensoren, die erkennen, wenn beispielsweise Feuchtigkeitssensoren im Bodenbereich Nässe oder Feuchtigkeit registrieren. Bei elektronischem Aquastop kann die ganze Spülmaschine notabschalten. Dann gibt es verschiedene Möglichkeiten, das Gerät wieder zu starten:

    Reparaturmöglichkeiten

    Bei einigen Aquastop-Systemen reicht es, den Zulaufschlauch durch ein anderes mechanisches Aquastop-System zu ersetzen. Dazu zählen auch elektrische Systeme mit Schwimmer. Es darf die Programmsteuerung nicht mit einbezogen werden, wie das bei einem elektronischen Aquastop der Fall ist. Denn wenn die Spülmaschine das Ventil vom Aquastop nicht finden kann, wird es immer in der Notabschaltung enden.

    Feststellen, ob überhaupt das Aquastop defekt ist

    Um festzustellen, ob Aquastop defekt ist, muss der sogenannte Eimertest gemacht werden. Montieren Sie den Zulaufschlauch an der Wasch- oder Spülmaschine ab. Halten Sie das abgeschraubte Ende in einen Eimer und drehen das Sperrventil ab. Dann messen Sie, wie viele Liter Wasser in wie vielen Sekunden einlaufen. Kommt nur sehr wenig oder gar kein Wasser, hat das Aquastop einen Defekt oder ausgelöst.

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    DIE WASCHMASCHINEN-BAUTEILE

    Herkunft: Wittlich

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    kurze Fehlerbeschreibung (2-3 Worte): Prinzip und Aufbau einer Waschmaschine

    Temperatur in °C 10 Widerstand in kΩ 8,5 – 10,6

    Temperatur in °C 20 Widerstand in kΩ 5,4 – 6,5

    Temperatur in °C 30 Widerstand in kΩ 3,5 – 4,3

    Temperatur in °C 40 Widerstand in kΩ 2,3 – 2,9

    Temperatur in °C 50 Widerstand in kΩ 1,5 – 1,9

    Temperatur in °C 60 Widerstand in kΩ 1,1 – 1,3

    Temperatur in °C 66 Widerstand in kΩ 0,9 – 1,1

    Temperatur in °C 86 Widerstand in kΩ 0,45 – 0,55

    Temperatur in °C 0 Widerstand in kΩ 35,9

    Temperatur in °C 30 Widerstand in kΩ 9,8

    Temperatur in °C 40 Widerstand in kΩ 6,6

    Temperatur in °C 50 Widerstand in kΩ 4,6

    Temperatur in °C 60 Widerstand in kΩ 3,2

    Temperatur in °C 70 Widerstand in kΩ 2,3

    Temperatur in °C 90 Widerstand in kΩ 1,1

    Temperatur in °C 20 Widerstand in Ω 6032

    Temperatur in °C 25 Widerstand in Ω 4829

    Temperatur in °C 30 Widerstand in Ω 3891

    Temperatur in °C 40 Widerstand in Ω 2573

    Temperatur in °C 50 Widerstand in Ω 1741

    Temperatur in °C 60 Widerstand in Ω 1204

    Temperatur in °C 67 Widerstand in Ω 940

    Temperatur in °C 95 Widerstand in Ω 362

    Temperatur in °C 0 Widerstand in kΩ 38,0

    Temperatur in °C 20 Widerstand in kΩ 14,9

    Temperatur in °C 40 Widerstand in kΩ 6,55

    Temperatur in °C 60 Widerstand in kΩ 3,19

    Temperatur in °C 80 Widerstand in kΩ 1,69

    Temperatur in °C 100 Widerstand in kΩ 1,06

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    Beispiel Bosch/Siemens. Andere Hersteller weichen leicht ab, das Prinzip ändert sich aber nicht.

    Am Wasserhahn wird ein elektrisches Magnetventil B, das von einem Gehäuse umschlossen ist, befestigt. Das Gehäuse ist mit einem Doppelzulaufschlauch C mit dem Gerät verbunden. In dem Doppelzulaufschlauch befinden sich der Wasserzulaufschlauch und die elektrische Steuerleitung für das Magnetventil. Bei einer Undichtigkeit des Schlauches fließt das Wasser durch den Doppelzulaufschlauch und den Leckwasserschlauch D in die Bodenwanne. Die Auslösung der Sicherheitsfunktion erfolgt über den Schwimmerschalter F in der Bodenwanne E. Der Wasserdurchfluss wird dann mechanisch gestoppt.

    Am Wasserhahn wird ein mechanisches Ventil, das von dem Gehäuse umschlossen ist, befestigt. Das Gehäuse ist mit einem Doppelzulaufschlauch mit dem Gerät verbunden. Bei einer Undichtigkeit des inneren Schlauches fließt das Wasser durch den Doppelzulaufschlauch in das Aquastopgehäuse. Die Auslösung der Sicherheitsfunktion erfolgt mechanisch. Durch Ausdehnung eines Schwammes B wird ein Stößel A nach unten gezogen und schließt das Ventil. Das Sichtfenster C am Aqua Secure Gehäuse wird rot. Der Aqua Secure Schlauch muss erneuert werden, weil der Schwamm beim Trocknen nicht zusammenschrumpft.

    Zusätzlich hat das Gerät einen Schwimmer (optional) in der Bodenwanne, welcher bei Undichtigkeit im Gerät einen Impuls an die Steuerung abgibt. Diese schaltet alle Bauteile ab. Nur die Pumpe wird bis Niveau 0 +30" angesteuert.

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    Das Beispiel ist nicht das ultimative aller Waschmaschinen. Narürlich gibt es mehr Bauteile und manchal auch an anderer Stelle. Solche Fragen wie, wo ist die Laugenpumpe oder das Flusensieb sollten der Vergangenheit angehören

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