Anhydritestrich fußbodenheizung

    0
    43

    Estrich für eine Fußbodenheizung – darauf kommt’s an

    Estrich wird gerade wegen seiner vielfältigen Einsatzmöglichkeiten verwandt, auch und gerade als sogenannter Heizestrich. Bei der Neuanlage einer Fußbodenheizung stellt sich oftmals die Frage, ob hierfür separat Estrich abgetragen werden muss. Tatsache ist, dass nur in den wenigsten Fällen ein Austausch notwendig ist. Aufwendige Arbeitsschritte, die für das Aufreißen und die tagelange Neuanlage des Trockenestrichs notwendig sind, entfallen. Allerdings lassen sich hierzu keine allgemeingültigen Aussagen treffen, es kommt nicht zuletzt auf die Art der Bodenbeschichtung der Heizsysteme an.

    In den folgenden Absätzen erhalten Sie wertvolle Informationen für die Praxis, nicht zuletzt mit Hinweise zur Verlegung von Heizestrich.

    Welche Arten von Estrich eignen sich?

    Typischerweise wird ein Estrichtyp benötigt, der langfristig hohe Werte in Bezug auf die Tragfähigkeit und das thermische Verhalten aufweist. In der Praxis werden zumeist drei Estrichtypen verwandt, die von ihren grundsätzlichen Eigenschaften her geeignet sind. Die Wahl haben Heimwerker zwischen Zementestrich, Silo-Zementestrich sowie einer besonderen Form des Fließestrichs, dem Calciumsulfat-Fließestrich (Anhydrit, AFE).

    Der Vorteil einer nach modernen Maßstäben eingebrachten Fußbodenheizung ist die vergleichsweise groß umzusetzende Heizfläche, die in Kombination mit einer optimierten Gebäudedämmung eine relativ geringe Vorlauftemperatur umsetzt. Das sich daraufhin ergebende Raumklima entsteht nicht zuletzt aufgrund teils nur marginaler Temperaturunterschiede, die zwischen Wand, Boden sowie der Raumluft gegeben sind.

    Worauf es also ankommt, ist ein großflächig verlegbarer Estrich, der eine ordentliche Wärmeleitfähigkeit aufweist.

    Warum stellt Calciumsulfat-Fließestrich die erste Wahl dar?

    Mehrere Untersuchungen haben dargelegt, dass unter den genannten Estrichtypen vor allem Calciumsulfat-Fließestrich hervorsticht. Hierbei handelt es sich um einen Estrich mit sehr ebener Oberfläche, wodurch sich selbst großformatige Plattenbeläge ohne größere Unebenheiten auftragen lassen. Im Klartext heißt das, die als Bindeglied eingebrachte Fußbodenheizung kann zielgerichtet und punktgenau eingebraucht und anschließend gesteuert werden. Im Zuge dessen besticht dieser Estrichtyp zudem durch eine sehr geringe Einbaudicke, vor allem im Vergleich mit herkömmlichem Zementestrich. Es lassen sich also beliebige Bodenaufbauhöhen umsetzen, ohne dass dies zulasten der Wärmeleitfähigkeit gehen würden – Dämmeigenschaften können gleichermaßen nach ihrem Erfordernis umgesetzt werden.

    In Praxistests wurde dargestellt, dass in Summe aller Eigenschaften eine deutlich geringere Reaktionshemmung gegeben ist. Es dauert also nicht entsprechend lang, bis die Heizung hochgefahren und die nötige Wärme an den Raum abgegeben wird. Gleichzeitig lassen sich selbst andersartige Raumstrukturen umsetzen, da Fließestrich wesentlich erhöhte Biegezugfestigkeiten aufweist. Dadurch wird selbst auf größeren Flächen nicht zulasten der Stabilität oder Dämmeigenschaften gearbeitet.

    Klassische „Schmutzfugen“, die durch ein „Aufschüsseln“ entstehen würden, gibt es bei Calciumsulfat-Fließestrich nicht. Hierbei sind keine Übergänge im Bereich der Randfugen geöffnet.

    Heizestrich einfach verlegen und Heizkosten einsparen

    Relevant in Bezug auf den Einbau einzelner Heizungssysteme ist die sogenannte Trägheit, also die Reaktionszeit hinsichtlich einer Veränderung bei der Vorlauftemperatur. Nicht ohne Grund fokussieren sich alle namhaften Hersteller darauf, diese Differenz so klein wie möglich zu halten. Derartige, „träge“ Anlagen neigen nämlich zu einem häufigen „Überschießen“. Hierbei wird die Soll-Raumtemperatur erreicht und teils deutlich überschritten, weil beispielsweise Sonneneinstrahlung für zusätzliche Energie sorgt. Umgekehrt kennt man diese Problematik bei einer Nachtabsenkung. Grundsätzliche Unterschiede bezüglich der genannten Estrichtypen gibt es nicht, die Unterschiede können aber bis zu drei Prozent betragen.

    Beim Verlegen ist darauf zu achten, die einzelnen Arbeitsschritte aufeinander abzustimmen und so notfalls Verzerrungen ausgleichen zu können.

    • Nach Abschluss der Verlegung der Heizungsrohre muss eine Dichtigkeitsprüfung durchgeführt werden. Zudem empfehlen sich elastische Polstermaterialien für die Rohrbögen. Effekt notwendig, um ein Ausdehnen zu ermöglichen und Rohrbrüche zu vermeiden.
    • Erst danach sollten die Dämmstreifen an den Wänden angebracht werden, notfalls mit Dehnungsfugen (je nach Größe). Anschließend kann der Fließestrich verteilt und geglättet werden.
    • Zu vermeiden sind hierbei in jedem Fall Lufteinschlüsse, die Rohre müssen vollständig umschlossen sein. Sonst käme es zu schlechteren Wärmeleiteigenschaften. Angaben hierzu finden sich in den Verlegehinweisen des Herstellers.
    • Grundsätzlich sollten die Wartezeiten eingehalten werden, die bei Anhydritestrich zumeist eine Woche betragen. Bei Verwendung von Zementestrich sind Trocknungszeiten von bis zu vier Wochen üblich. Erst danach empfiehlt sich ein langsames, kontrolliertes Aufheizen. Das Protokollieren hilft bei einer späteren Fehlerquellensuche.

    Abschließende Hinweise und Fazit

    Unter langfristigen Gesichtspunkten ist es ratsam, Fließestrich zu verwenden. Anders als bei herkömmlichen Fußbodenbelägen, gibt es hier nämlich bei der Ummantelung der Heizrohre keine Probleme. Und ein homogener Verschluss ist absolut notwendig, um nicht wertvolle Prozentpunkte bei der Leitfähigkeit und damit der Leistungsfähigkeit der Fußbodenheizung einzubüßen. Nicht zuletzt ist die Wärmeleitfähigkeit auch auf größeren Flächen gegeben, womit sich nicht Spitzen unterhalb des Estrichs ausbilden können – was wiederum das Risiko einer verminderten Reaktion mit sich bringt.

    Spezieller Heizestrich bringt entscheidende Vorteile für eine ökologische Bauweise, die Wärmeleitfähigkeit und Dämmeigenschaften verbindet. Eine optimale Wärmeleitfähigkeit senkt die Energiekosten, da nicht „für umsonst“ geheizt wird.

    Zusammenfassung

    Moderne Fußbodenheizungen können problemlos auch auf größeren Flächen eingesetzt werden. Sie weisen eine schnelle Reaktionszeit auf und verringern dadurch unnötige Wärmeabgaben und Energieverluste. Als idealer Estrichtyp gilt gemeinhin Calciumsulfat-Fließestrich.

    Anhydritestrich für Fußbodenheizungen

    Anhydritestrich als Heizestrich für eine Fußbodenheizung

    Im Vergleich zum Zementestrich kommt der Anhydritestrich mit einer geringeren Bauzeit aus, da er schneller trocknet und schon 7 Tage nach seiner Verlegung aufgeheizt werden kann. Gegenüber Zementestrich besitzt der Anhydritestrich eine geringere Festigkeit und darf entsprechend weniger stark belastet werden. Nicht geeignet ist der Anhydritestrich für den Außenbereich, da er empfindlich gegen Feuchtigkeit ist.

    Bestandteile und Eigenschaften des Anhydritestrich

    Der Anhydritestrich oder Calciumsulfatestrich besteht aus Anhydritbinder , Gesteinskörnung und Zugabewasser . Hauptbestandteil ist als Bindemittel Anhydrit, der mit Wasser relativ schnell zu Gips hydratisiert und sich dabei verfestigt. In der Regel wird bei der Fußbodenheizung synthetischer Anhydrit verwendet, der durch Brennen von Gips gewonnen wird. Seltener wird auch mineralischer Naturanhydrit eingesetzt.

    Der Anhydritestrich wird bei der Fußbodenheizung als Fließestrich eingesetzt. Ein dichter Anschluss an die Heizrohre und die hohe Wärmeleitfähigkeit, die über den in der DIN 4108 für Zementestrich geltenden Werte für die Wärmeleitfähigkeit liegen, gewährleisten eine gleichmäßige Wärmeabgabe vom Heizrohr zur Raumumgebungsluft. Durch seine geringere Stärke von nur 45 mm über dem Heizrohr hat der Anhydritestrich eine kurze Aufheizzeit von 7 Tagen. Der Anhydritestrich hat sehr hohe Biege- und Zugfestigkeitswerte, was die Wahrscheinlichkeit von Rissen verringert.

    Handhabung bei Fußbodenheizung

    Der Anhydritestrich für die Fußbodenheizung kann fertig im Fahrmischer angeliefert und mit einer am Fahrzeug oder separat beigestellten Schnecken- oder Kolbenpumpe schnell eingebaut werden. Durch die flüssige Konsistenz kann die Begradigung des Fließestrich fast von selbst erfolgen. Nach dem Einpumpen wird der Estrich mit einem groben Straßenbesen oder mit einer Schwabbelstange durchgeschlagen, um eingeschlossene Luftblasen zu entfernen.

    Anhydritestrich weist geringe Schwindwerte bei Erhärtung und Trockenzeit auf und kann daher in Flächen zeitsparend und in einem durchgehenden Arbeitsgang großflächig eingebracht werden. Dehnungsfugen sind notwendig, wenn die Seitenlänge der Estrichfläche mehr als 6 Meter beträgt.

    Trockenzeit und Restfeuchte

    Die Trockenzeit des Anhydritestrich bei der Fußbodenheizung beträgt maximal 7 Tage. Die Restfeuchte darf maximal noch bei 0,5 Prozent liegen, bevor man mit der Aufheizung der Fußbodenheizung beginnen darf. Bei der Verlegung von Fliesen darf die Restfeuchte nur noch 0,2 Prozent betragen.

    Heizestrich für Fußbodenheizungen

    Heizestrich für Fußbodenheizungen: Anhydritestrich & Zementestrich

    Die Heizrohre des Heizestrich werden mit dem Noppensystem oder dem Tackersystem auf einer Wärme- und Trittschalldämmung befestigt. Die Heizrohre müssen zum Zeitpunkt der Heizestrich-Verlegung der Fußbodenheizung unbedingt mit Wasser gefüllt sein. Nur so lassen sich eventuelle undichte Stellen erkennen und sofort beheben. Heizestriche werden in der Regel als Fließestrich aufgebracht. Da sich der Heizestrich durch Erwärmung der Fußbodenheizung ausdehnt, ist es wichtig, dass der Heizestrich keinen unmittelbaren Kontakt zu tragenden Bauteilen hat. Das bedeutet, man muss einen schwimmenden Heizestrich verwenden. Um die Wärmeausdehnung abzufedern und Risse zu vermeiden, ist die Verlegung eines Randdämmstreifen wichtig. Er nimmt eine ungefähre Dicke von 10 Millimeter an. Für die Verwendung von Heizestrich im Bauwesen gilt die deutsche Anwendungsregel nach DIN 18560.

    Anhydritestrich

    Der Anhydritestrich oder Calciumsulfatestrich wird bei der Fußbodenheizung als Fließestrich eingesetzt. Ein dichter Anschluss an die Heizrohre und die hohe Wärmeleitfähigkeit, die über den in der DIN 4108 für Zementestrich geltenden Werte für die Wärmeleitfähigkeit liegen, gewährleisten eine gleichmäßige Wärmeabgabe. Durch seine geringere Dicke von nur 45 mm über dem Heizrohr hat der Anhydritestrich eine kurze Trockenzeit von maximal 7 Tagen. Der Anhydritestrich hat sehr hohe Biege- und Zugfestigkeitswerte, was das Risiko von Rissen verringert. Nicht geeignet ist der Anhydritestrich für den Außenbereich, da er empfindlich gegen Feuchtigkeit ist.

    Zementestrich

    Zementestrich besteht aus Zement, einer Gesteinskörnung wie Sand oder Kies, eventuellen Zusatzmitteln und Wasser. Die weichplastische Konsistenz des Zementestrich bei Verlegung der Fußbodenheizung kann durch Zugabe geeigneter Mittel von Estrichzusatz erreicht werden. Zementestrich weist bei der Verlegung einer Fußbodenheizung eine Dicke auf, die rund 10 Millimeter dicker ist als bei Fließestrich. Die Trockenzeit des Zementestrich beträgt bis zur Belegreife mindestens 21 Tage. Auch muss der Zementestrich nach dem Einbringen auf die Fußbodenheizung mindestens noch eine Woche vor Wärme und Zugluft geschützt werden. Der Zementestrich ist sowohl für den Innen- als auch für den Außenbereich gut geeignet.

    Estrichzusatz

    Estrichzusatz wird bei Zementestrich eingesetzt, um ihn bei der Verlegung einer Fußbodenheizung elastischer zu machen. Estrichzusatz bei Zementestrich hilft auch, nach DIN 13318 die Wassermenge zu verringern, die Dicke zu reduzieren, nach DIN 13892 die Trockenzeit zu verkürzen und die Festigkeit zu erhöhen.

    Was Sie bei der Trockenzeit, Dicke und DIN-Normen des Heizestrich beachten müssen, erfahren Sie bei den Fußbodenheizung-Fachbetrieben in ihrer Nähe.

    Источники: http://www.heimhelden.de/estrich-fussbodenheizung, http://www.heizungsfinder.de/fussbodenheizung/heizestrich/anhydritestrich, http://www.heizungsfinder.de/fussbodenheizung/heizestrich

    HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

    Please enter your comment!
    Please enter your name here