Acrylfuge ziehen

    0
    39

    Heimwerkerkniffe.de

    Tipps und Tricks für Heimwerker – für Wohnung, Haus und Bau

    Acrylfugen ziehen – so gehts selber

    Veröffentlicht am 18. März 2014 von admin in Renovieren // 0 Kommentare

    Um Acrylfugen kommt kein Heimwerker herum, denn in jeder Wohnung und in jedem Haus sind Sie zu finden. Denn überall wo verschiedene Materialien aufeinander treffen, zum Beispiel beim Übergang von Wand zu Decke sind automatisch Fugen die verschlossen werden müssen – und dazu verwendet man Acryl. Warum das so ist und wie Sie Acrylfugen spielend selber ziehen können das lesen Sie in dieser Anleitung.

    Acryl ziehen wie der Profi

    Warum Acrylfugen

    Acryl wird verwendet da es im Gegensatz zu Silikon überstreichbar ist, das heißt das Acrylfugen vor dem Malern gezogen, und entgegen vieler Meinungen, auch ausgetrocknet sein sollten. Ab und an hört man den Tipp das Acrylfugen nur leicht antrocknen sollten um Sie dann zu überstreichen, doch der Fehler zeigt sich wenn das Acryl ausgetrocknet ist, denn dann zeigen sich bereits die ersten Risse in der Farbe. Besser ist es also zu warten, es empfiehlt sich pro 1mm Acrylstärke einen Tag zu warten.

    Acrylfugen selber ziehen

    Häufig hört man die wildesten Geschichten wenn es um Acrylfugen geht, diese könnte nur der Fachmann wirklich schön hinkriegen oder das nicht fachmännisch ausgeführte Acrylfugen wieder herausfallen – doch das ist Quatsch! Natürlich kann etwas schief gehen wenn man grob gegen die Anleitung verstößt. Doch wenn nicht kann man Acrylfugen, wie so vieles, ganz einfach selber ziehen, gutes Material und eine gute Anleitung, mehr braucht es nicht – wenn Sie nicht gerade zwei linke Hände haben 🙂

    Achtung: bis zu 500 Euro lassen sich jedes Jahr sparen – allein durch den Wechsel der KFZ Versicherung . Macht sofort den kostenlosen Online Vergleich, und seht wieviel mehr Geld zum Bauen übrig bleibt 🙂

    Anleitung: Acrylfugen ziehen

    Das benötigte Werkzeug und die Materialien halten sich in Grenzen. Wir sind übrigens gegen das Abkleben der Fugen, diese Arbeit ist bei besonnener Vorgehensweise überflüssig und kann unter Umständen mehr Schaden bereiten als das es hilfreich ist!

    Benötigtes Material / Werkzeug:

    • Acryl – hier nicht das billigste nehmen, auf gute Qualität achten – Online kaufen
    • Silikonspritze / Kartuschenspritze – Online kaufen
    • Spülmittel
    • Ein kleine Schale
    • Stiel von Eis am Stiel

    Das ist schon alles was Sie benötigen.

    Nehmen wir an Sie wollen einen Raum neu Streichen und es geht um die Acrylfugen an den Übergängen Wand / Decke .

    Achten Sie darauf dass der Untergrund sauber und trocken ist. Nehmen Sie die Acrylkartusche und schneiden mit einem Cuttermesser eine nicht zu große Öffnung in die Spritze, mit der Größe bestimmen Sie die Fugenstärke, also lieber etwas kleiner anfangen.

    Spritzen Sie nun gleichmäßig in der Geschwindigkeit und Stärke die Fuge aus, etwas Fingerspitzengefühl ist hierbei gefragt, je nach Schnelligkeit empfehlen wir eine Wand in einem Stück zu spritzen, bei kleinen Räumen auch gleich den ganzen Raum.

    Geben Sie in die Schale einen Spritzer herkömmliches Spülmittel und etwas Wasser.

    Jetzt kommt der Stiel vom Eis am Stiel zum Einsatz. Tauchen Sie diesen mit einer Seite in das Spülmittel und fahren mit dem Stiel an der Wand oder Decke gleichmäßig entlang und ziehen somit das überschüssige Acryl ab.

    Zurück bleibt eine fertige und gut aussehende Acrylfuge, spätestens nach der zweiten Wand haben Sie Übung darin und können nun Acrylfugen ziehen die sich hinter denen vom Maler nicht zu verstecken brauchen.

    Kommentar hinterlassen Antworten abbrechen

    Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.

    Acryl glattziehen – Schritt für Schritt

    Fugenmasse aus Acryl lässt sich ähnlich glattziehen wie die Massen aus Silikon. Sie unterscheiden sich in der Verarbeitung kaum.

    1. Unterschiede zwischen Acryl und Silikon

    Bevor es um die Verarbeitung und das Glätten geht, ist es wichtig, den Einsatzbereich zu kennen. Fugenmasse aus Acryl ist weniger elastisch als Silikon und weist kein Wasser ab. Das Material bleibt leicht porös und ist überstreichbar. Die Masse ist daher nicht für den Nassbereich geeignet. Die Verarbeitung von Acryl und Silikon ist identisch.

    2. Abkleben der Kanten

    Damit die Fugenmasse nicht den angrenzenden Bereich neben den Fugen bedeckt, ist es sinnvoll Malerkrepp aufzukleben. Das spart einiges an Reinigungsarbeiten. Acryl lässt sich etwas leichter abwischen als Masse der Silikonfugen, da es nicht klebt. Trotzdem ist es einfacher abzukleben, als zu wischen.

    3. Das Werkzeug vorbereiten

    Der Handel bietet die Dichtmassen in Kartuschen an. Für diese sind spezielle Pressen erforderlich, welche das Material durch eine Tülle auspressen. Diese Tüllen sind vorne geschlossen, der Handwerker schneidet sie erst kurz vor dem Einsatz auf. Es ist wichtig, die Tülle genau zuzuschneiden. Ihre Öffnung soll der Fugenbreite entsprechen.

    Ferner muss ein spezieller Fugenabzieher bereitliegen. Diese haben verschiedene Ecken, um die aufgespritzte Masse abzuziehen. Es ist sinnvoll schon vor Beginn der Arbeit eine passende Ecke auszusuchen.

    4. Gleichmäßig die Fuge ausspritzen

    Nun kommt es auf die Technik an. Es gilt, die Tülle langsam über die Fuge zu ziehen und gleichzeitig auf den Griff der Kartusche zu drücken. Dabei soll aus der Tülle eine Wurst austreten, die sich gleichmäßig über die Fuge legt. Druck und Geschwindigkeit müssen zueinander passen. Die Masse darf sich weder in die Länge ziehen noch stellenweise stauen. Es ist wichtig, die komplette Fugenlänge in einem Zug zu füllen.

    5. Abziehen der Spritzmasse

    Nun kommt der Abzieher zum Einsatz. Mit ihm zieht ein geübter Handwerker in einem Zug vom Anfang bis zum Ende der Fuge durch die aufgespritzte Acrylwurst. Dieser Vorgang erleichtert das spätere Glattziehen der Masse. Ein Teil drückt sich dabei auf den Malerkrepp, der nun seinen Zweck erfüllt hat.

    Wichtig: Beim Abziehen des Krepps soll keine Fugenmasse an die Wand geraten.

    6. Abschließendes Glattziehen der Fugen

    Nun kommt als Glättmittel eine Tasse zimmerwarmes Wasser, dem ein Esslöffel Spülmittel zugesetzt ist, zum Einsatz. Die Mischung kommt in eine Sprühflasche, um sie dünn auf die Fugenmasse zu spritzen. Diese sollte nicht länger als 30 Minuten der Luft ausgesetzt sein. Das Glattziehen erfolgt mit dem Finger, mit dem man einmal über die Fuge streicht. Nach etwa 24 Stunden ist die Masse ausgehärtet und überstreichbar.

    Verfugen mit Silikon und Acryl – so geht es richtig

    Gegen fleckige Silikonfugen in Bad oder Küche hilft auch intensives Schrubben nichts, alle Reinigungsmittel sind machtlos. Hilfe bringt nur eines: Die Fugen neu ziehen. Was die beiden Dichtmassen Silikon und Acryl können, wofür sie angewendet werden und wie Ihr sie nutzt, verraten wir Euch hier.

    Anwendungsbereiche von Dichtstoffen

    Wasserabweisend, gut abdichtend und haltbar: Der Werkstoff Silikon ist perfekt für alle Bereiche, in denen er mit Wasser oder Luftfeuchtigkeit in Berührung kommt. Silikondichtstoff bleibt über einen längeren Zeitraum elastisch und flexibel, dadurch ist er ideal für Fugungsarbeiten an Materialien, die arbeiten, schwingen oder sich etwas bewegen können. Beispielsweise Holz- und Laminatfußböden oder den Terrassenbau. Außerdem ist es perfekt für Badezimmer, Küche und den Außenbereich.

    Bauacryl ist weniger dehnbar als Silikon, Fugen mit Acryl können also bei starken Temperaturschwankungen sowie leichten Schwingungen schon reißen, doch es ist überstreichbar und somit super geeignet für den Innenausbau. Es eignet sich zum Ausbessern von Rissen in der Wand, Schäden in Holz oder optischen Verbinden von Holzteilen beim Küchenbau. Die vielen im Handel erhältlichen Farben vermehren die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten wie Möbelbau oder die Ausbesserung von Wänden und Mauerwerk. Acryl ist nicht für den Sanitärbereich tauglich, da es nicht ausreichend abdichtet.

    Ein von @meike.mit.ei geteilter Beitrag am 12. Mai 2015 um 8:12 Uhr

    Was Ihr zum Fugenziehen mit Silikon oder Acryl benötigt:

    • Silikon oder Acryl für den jeweiligen Anwendungsbereich (Angaben auf der Verpackung beachten)
    • Kartuschenhalter für Silikontuben
    • Schälchen mit Wasser und einem Tropfen Spülmittel (oder Sprühflasche)
    • eventuell einen Fugenzieher aus dem Baumarkt
    • sauberes Papiertuch oder Lappen zum Nachwischen
    • eventuell Abklebeband

    Silikonfugen ziehen – so geht’s:

    Entfernt zunächst die alten Fugen. Das klappt am besten mit einem Cutter und einem Spachtel. Danach die neu zu verfugenden Stellen gründlich reinigen, denn Spuren von Schmutz oder Fett können die Haltbarkeit der Silikonfugen erheblich vermindern.

    Ob Ihr mit Abklebeband arbeitet, bleibt Euch selbst überlassen. Gerade Anfänger erzielen mit Abkleben gleichmäßigere Ergebnisse. Profis arbeiten gerne ohne Klebeband, weil damit die Kanten etwas weicher und unauffälliger gelingen.

    • Das Schälchen mit dem Wasser und ein Tuch bereitlegen.
    • Die Silikonkartusche in die Pistole einspannen, die Tube aufschneiden, die Spitze aufschrauben, dann die Spritztülle schräg in gewünschter Fugenbreite abschneiden.
    • Das Silikon mit sanftem Druck in die Fugen spritzen, die Menge dabei der Fugenbreite anpassen. Möglichst über die gesamte Länge der Fuge arbeiten (beispielsweise eine komplette Wand oder den gesamten Badewannenrand) und gleichmäßig viel Silikon aufspritzen.
    • Nachdem alle Fugen verfüllt sind, die Druckspindel der Pistole entspannen. Indem Ihr eine Schraube in die Spitze der Spritztülle dreht, haltet Ihr sie einsatzbereit für den nächsten Arbeitsdurchgang, denn so trocknet nichts aus.
    • Nun die Fuge mit einem angefeuchteten (Spüliwasser) Fugenzieher oder einem nassen Finger nachziehen und glätten. Das muss in einem Rutsch klappen, nicht absetzen. Einmal gezogene Fugen nachzubessern klappt mehr schlecht als recht. Alternativ könnt Ihr die Fuge vor dem Abziehen mit der Seifenlauge einsprühen, statt Abzieher oder Finger nass zu machen.
    • Abklebeband vorsichtig entfernen.
    • Patzer mit dem Tuch und etwas Spüliwasser wegwischen. Dabei viel Kraft aufwenden und für jede Stelle ein sauberes, unbenutztes Stück des Tuches nutzen.
    • Je nach Produkt (Anleitung lesen) die neuen Fugen 12 bis 24 Stunden durchtrocknen lassen. In dieser Zeit dürfen sie nicht mit Feuchtigkeit, Gegenständen oder testenden Fingern in Berührung kommen, sonst gibt es Abdrücke.

    Ein Beitrag geteilt von Cornelius (@sanguiniusii) am 11. Nov 2016 um 13:04 Uhr

    Источники: http://www.heimwerkerkniffe.de/renovieren/acrylfugen-ziehen-so-gehts-selber, http://www.my-hammer.de/artikel/acryl-glattziehen-schritt-fuer-schritt.html, http://www.kalaydo.de/blog/verfugen/

    HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

    Please enter your comment!
    Please enter your name here